„Jazz im Glashaus“ : Musiker reisten in die 30er-Jahre

Vom klassischen New-Orleans-Jazz bis zum Schlager – die Michael-Weiß-Band traf den Geschmack der Gäste. Auf der Bühne standen (von links) Holger Bundel, Wolfgang Dörner, Hans-Jochen Schramm, Hans-Henning Möller, Michael Weiß und Tommy Dorn.
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Vom klassischen New-Orleans-Jazz bis zum Schlager – die Michael-Weiß-Band traf den Geschmack der Gäste. Auf der Bühne standen (von links) Holger Bundel, Wolfgang Dörner, Hans-Jochen Schramm, Hans-Henning Möller, Michael Weiß und Tommy Dorn.

400 Gäste genossen den Auftritt der Michael-Weiß-Jazzband in der Gärtnerei Lassen.

shz.de von
16. Juli 2017, 12:00 Uhr

Neumünster | Seit 14 Jahren gehört „Jazz im Glashaus“ zu den Traditionsveranstaltungen der Tungendorfer Woche. Auch am Mittwochabend konnten die Organisatoren um Dietmar Hirsch und Gerhard Lassen mehr als 400 Gäste im Gewächshaus der Gärtnerei Lassen an der Kieler Straße begrüßen. Die Erlöse der Veranstaltung kommen den drei Kindertagesstätten im Stadtteil zukommt.

„In den vergangenen Jahren waren es immer so um die 1000 Euro“, sagte Dietmar Hirsch und hofft auch diesmal auf einen vierstelligen Betrag. Stadtteilvorsteher Jürgen Böckenhauer begrüßte die Gäste, unter ihnen auch Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger mit Ehemann, und dankte besonders den ehrenamtlichen Helfern. Zu ihnen gehört auch die Michael-Weiß-Jazzband, die auf eine Gage verzichtet, die Blauröcke der Freiwilligen Feuerwehr Tungendorf-Dorf sowie Eltern und Mitarbeiter der drei Kindertagesstätten, die gemeinsam für das leibliche Wohl sorgten.

Die Musiker um Michael Weiß (Trompete, Gesang), Holger Bundel (Keyboard), Hans-Jochen Schramm (Klarinette und Saxofon), Tommy Dorn (Posaune), Wolfgang Dörner (Gitarre und Banjo) sowie Hans-Henning Möller (Sousafon) luden gleich zu Beginn zu einer Reise zum Mississippi ein und kamen auch in der Bourbon-Street in New Orleans vorbei. Damit war die Richtung der Band auf den klassischen Jazz der 30er-Jahre des vorigen Jahrhundert geprägt.

Alle Musiker konnten bei verschiedenen Soli ihre Klasse beweisen, wie beispielsweise Schramm bei der „Kleinen Blume“ für die Dixifreunde. Doch die Musiker beließen es nicht beim New-Orleans-Jazz. Auch den Seemann, der nicht an zu Hause denken sollte, oder den Bert-Brecht-Song vom Haifisch, der Zähne hatte, spielten sie und erhielten lebhaften Beifall. Genau wie Michael Weiß selbst, der mit einem Flexaton ordentliche Handarbeit leistete.

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