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Demenz : Musikalische Reise durch das menschliche Leben

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das Bündnis „Lokale Allianz für Menschen mit Demenz“ bot unter dem Motto „Der Schlüssel zum Ich“ eine Veranstaltung zur Bedeutung von Musik für Demenzkranke.

Schätzungen zufolge gibt es in Deutschland 1,7 Millionen Demenzkranke. Die Bedeutung der Musik für das Leben und insbesondere für die Therapie von Demenz wurde auf einer Veranstaltung in Tungendorf deutlich gemacht.

Jährlich gibt es 30 000 Neuerkrankungen an Demenz. Das ist nicht nur ein großes gesellschaftliches Problem, das ist vor allem ein schweres Schicksal für die Erkrankten und ihre Angehörige. 1200 Betroffene gibt es heute bereits in Neumünster. Hilfe und Unterstützung bietet seit kurzem die „Lokale Allianz für Menschen mit Demenz“ mit Sitz im Tungendorfer Volkshaus an (der Courier berichtete). Hierher hatte das Bündnis aus verschiedenen Netzwerkpartnern am Freitagabend zu einer musikalischen Reise durch das menschliche Leben eingeladen. Unter dem Titel „Der Schlüssel zum Ich“ führte das „Project Medi-Scene“, bestehend aus der Ärztin Dr. Fiona Rohlffs, der Schauspielerin Katrin Werth und dem Pianisten Andreas Paulsen, durch ein buntes Programm, in dem die Wichtigkeit von Musik für das menschliche Leben im Allgemeinen und für die begleitende Therapie von Demenzkranken im Besonderen aufgezeigt wurde.

„Musik gehört zum Leben und hat viele Facetten. Und auch Demenz hat viele Facetten“, begrüßte Rohlffs die Besucher, um dann gleich darauf gemeinsam mit Katrin Werth (Gesang) und Andreas Paulsen am Klavier den Popsong „I got the music in me“ anzustimmen. Fiona Rohlffs selbst spielte die Geige. Danach folgte eine kurze Sequenz aus dem Film „Ich denke schon weiter“ von Stefanie Ritter, in dem eine demenzkranke Frau portraitiert wird. Übergangslos referierte Rohlffs über die Meilensteine der Pränatalen Entwicklung und die Wichtigkeit akustischer Signale vor der Geburt. Auf diese Art war das gesamte Programm aufgebaut: Kurze musikalische und schauspielerische Darbietungen wechselten sich mit wissenschaftlichen Erklärungen ab. Den roten Faden bildete die Wichtigkeit von Musik für das menschliche Leben – von der pränatalen Phase bis ins Alter.

Den 70 Besuchern im Tungendorfer Volkshaus wurde während des einstündigen Veranstaltung ein bunter Strauß an Unterhaltung und wissenschaftlichen Informationen geboten. Die zu Beginn angesprochenen Facetten der Demenz kamen dabei etwas zu kurz.

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erstellt am 21.Okt.2013 | 15:00 Uhr

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