Christuskirche : Musik von einer Legende in Einfeld

Alle Facetten von Leonard Cohen: Thomas Haloschan (von rechts), Ashley Adair und Sylwia Timoti brachten die Musik von Leonard Cohen in die Einfelder Christuskirche.
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Alle Facetten von Leonard Cohen: Thomas Haloschan (von rechts), Ashley Adair und Sylwia Timoti brachten die Musik von Leonard Cohen in die Einfelder Christuskirche.

Eine dreiköpfige Band um Thomas Haloschan ließ die Lieder von Leonard Cohen in der Christuskirche erklingen.

shz.de von
27. Juni 2017, 06:00 Uhr

Neumünster | So voll wie am Sonntagabend ist die Einfelder Christuskirche an der Dorfstraße selten. Auch Kirchenmusikerin Maike Zimmermann staunte nicht schlecht: „Ich fühle mich, als sei heute Weihnachten“, sagte sie in ihrer Begrüßung der rund 250 Besucher. Für letzte Nachzügler wurden noch einige Stühle aufgestellt, dann waren die
Kapazitäten restlos ausgeschöpft. Der Grund für das gut besuchte Gotteshaus war das Konzert „Tribute to Leonard Cohen“.

Thomas Haloschan ließ mit seiner Gitarre und seiner Stimme die im vergangenen Jahr verstorbene Musiklegende wieder aufleben. Unterstützt wurde er dabei von der Sängerin Ashley Adair und von Sylwia Timoti an Klavier und Querflöte. Nicht ganz streng chronologisch arbeitete sich das Trio durch die Schaffenszeit Cohens, durch ruhigere und flottere Zeiten.

Haloschan wusste dabei viel über Leonard Cohen zu berichten. Nach seinen ruhigen Frühwerken beispielsweise arbeitete er mit einem Rock ’n‘ Roll-Produzenten zusammen. Cohens Mutter war es schließlich, die ihn wenige Jahre später bat, wieder ruhigere Musik wie früher zu machen.

„Anfang der 1980er-Jahre ist Leonard Cohen in die klassische ‚80er-Falle‘ getappt. Synthesizer und Drum-Computer waren im Kommen, und auch Cohen ist auf den Zug aufgesprungen. Damit spaltete er jedoch auch seine Fan-Gemeinde. Die einen fanden es gut, die anderen nicht“, erzählte Haloschan seinem interessiert zuhörenden Publikum zwischen den Liedern. Die meiste Zeit ließ er aber die Musik sprechen und erschuf dabei diese besondere Atmosphäre, die Leonard Cohen so einzigartig macht. Das Konzert ist wirklich gut gelungen.

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