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Holsteinischer Courier

20. Oktober 2017 | 22:29 Uhr

„Amadou & Mariam“ : Musik voller Emotionen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die aus Mali stammenden Künstler Amadou & Mariam begeisterten die Zuschauer in der ausverkauften Werkhalle.

Neumünster | Da ist dem Kulturbüro aber ein Coup gelungen: Mit „Amadou & Mariam“ hat das Team dem Kunstflecken zum Ende die Krone aufgesetzt.

Die Stars der internationalen Weltmusik Amadou (60) und Mariam (57) gaben in der ausverkauften Werkhalle ein atemberaubendes Konzert. Die aus Mali stammenden Künstler haben 2004 mit Manu Chao ein Album produziert, mit Herbert Grönemeyer lieferten sie 2006 das offizielle Lied zur Fußball-Weltmeisterschaft.

Kennen und lieben gelernt haben sich die beiden blinden Musiker Mitte der 70er-Jahre, und diese experimentelle Epoche klang am Sonntagabend musikalisch durch.
Afro-Beat verschmolz mit 70er-Jahre-Groove, Rhythm and Blues leitete zu rockigen Gitarrensoli über, fetzige Beat-Elemente harmonierten perfekt mit herrlichem Hammond-Orgel-Sound, aber auch Ska-Anleihen ließen das Publikum klatschen und mitschwingen. In die oft auftauchenden Instrumentalphasen warf die Künstlerin Mariam hin und wieder Sätze im Stile des Reggae ein.

Wer typische afrikanische Instrumente wie Bongos an diesem Abend erwartete, wurde enttäuscht. Statt dessen gab es die ganze Palette an Rock- und Pop-Instrumenten: Schlagzeug, elektrischer Bass, Synthesizer und die goldene Gitarre Amadous. Mit einer explosiven Spannkraft hielten die fünf Musiker ohne Pause für zwei Stunden die Stimmung. Einige Besucher tanzten zwischen den Reihen. Die „afrikanischen Beatniks“ sangen französisch, englisch und in einer Sprache ihrer westafrikanischen Heimat.

„Die afrikanischen Rhythmen und der Gesang in der Landessprache haben mir sehr zugesagt. Die Musiker haben in die Musik ganz viel Emotionen hineingelegt“, sagte Christopher Naudiet aus Boostedt nach dem Konzert begeistert.

Seine Frau Anja ergänzte: „Wir kannten die Musiker nicht. Aber das ist ja das Schöne am Kunstflecken: Man kann immer Neues entdecken. Gerade in diesem Jahr ist die Mischung und Auswahl der Künstler ganz besonders gut gelungen, wie ich finde.“

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