zur Navigation springen

„Neumünster singt und spielt“ : Musik ist eine Leidenschaft für Jung und Alt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

In drei Aufführungen zeigten Chöre, Tanzgruppen und Orchester die musische Vielfalt.

shz.de von
erstellt am 16.Mär.2015 | 06:00 Uhr

Neumünster | Kleine Piraten auf großer Fahrt, bezaubernde Bollywood-Tänzerinnen, bombastisch spielende Orchester und andächtige Gospelsänger – auf dem 16. Chor- und Musikfestival „Neumünster singt und spielt“ demonstrierten die Akteure ihre Liebe zur Musik. Oper, Hip-Hop, Musical, Volkslied, Chanson, Rock oder Klassik: Rund 1200 Zuschauer erlebten in drei Aufführungen einen abwechslungsreichen Reigen.

Das Festival startete mit einem Moment des Innehaltens. Zu Ehren des verstorbenen Stadtpräsidenten Friedrich-Wilhelm Strohdiek spielte Familie Wolos das andächtige „The Prayer“. Der Platz Strohdieks, der ein großer Fan des Festivals war, blieb leer. Dann legte der Nachwuchs los – die Bigband der Immanuel-Kant-Schule, die ein anspruchsvolles „Adèle“-Medley meisterte. Erfrischend und phantasievoll gestalteten sowohl Schüler als auch Erwachsene ihre Auftritte. Die Humboldt-Schüler wandelten aus Solidarität mit „Charlie Hebdo“ auf den Champs-Elysées; mit „Leinen los“ gingen die Vicelinschüler als kleine Piraten auf große Fahrt. Mit Xylophon und Trommeln ließen es die Hermann-Claudius-Schüler aus Wasbek mächtig gewittern und tanzten mit Regenschirmen zu „Under my Umbrella“.

Ob op Platt, auf Englisch oder Deutsch – gestandene Orchester, Solisten, gemischte Chöre oder reine Männerstimmen zeigten einen fulminanten Ausschnitt ihres Könnens. Wochen- und monatelang hatten viele extra für diesen Auftritt geübt.

Für besondere Klangmomente sorgten die Alphornbläser „Zwischen den Meeren“. Seltene Stimmlage: Jonah Petersen sang Händel mit Kopfstimme – und der Saal tobte, auch als er in deutlich tieferer Lage zu „Crazy little thing called Love“ von Elvis abrockte. Fetzig und mit erotischem Hüftschwung beeindruckten die Dojo-Jiju-Dance-Factory und die Jungclaus-Eleven.

Traditionell verlieh die Musikgemeinschaft den goldenen Notenschlüssel – an Christian Schröder, der für seinen Einsatz als Musiklehrer an der GS Brachenfeld und Leiter diverser Chöre geehrt wurde. Er lobte die Macher: „Klasse, dass das hier so läuft“. Sein Kommentar: „Jeder kann singen. Wer sagt, er kann es nicht, hat es nicht genug probiert.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen