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Ausstellung : Musik inspirierte die unterschiedlichen Künstler

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Bis zum Ende der Woche zeigen der Elly-Heuss-Knapp-Schüler eine Auswahl aus rund 200 Werken in der Holsten-Galerie.

Neumünster | Eine besondere Ausstellung wird morgen um 11 Uhr in der Holsten-Galerie eröffnet. Bis zum Ende der Woche zeigen dort sechs Schüler der Elly-Heuss-Knapp-Schule (EHKS) eine Auswahl aus rund 200 Werken, die sie mit Neumünsteranern jeden Alters erarbeitet haben. Das Ungewöhnliche an den Kunstwerken: Sie entstanden alle mit Musik als Inspiration. „Musik macht Bilder“ heißen deshalb auch das Projekt sowie die Ausstellung.

Die Elly-Heuss-Knapp-Schüler wollten mit ihrem Ansatz zeigen, auf welche Weise Menschen von Musik künstlerisch beeinflusst werden. Welcher Rhythmus und welches Genre erzeugen welche Ergebnisse? Inwieweit regen die Musikstücke die Kreativität an? Und können die Akteure sich überhaupt auf diesen Zusammenhang einlassen?

Ihre Künstler fand die Gruppe in elf Einrichtungen in der Stadt. Die Jüngsten waren Kinder ab drei Jahren zum Beispiel aus der Hauke-Haien-Kita und der Ruthenberger Rasselbande. An der Humboldt-Schule arbeiteten sie mit Fünftklässlern. Im Haus Schleusberg und Haus Berlin konnten sie Senioren für ihre Idee gewinnen.

„Uns war wichtig, dass wir auch Menschen mit besonderen Bedürfnissen dabei hatten, unter anderem nahmen Schwerstbehinderte aus der Fröbelschule und auch demente Senioren teil“, sagten EHKS-Schüler Ann-Christine Tode (22), Jonas Malchow (26) und Hannes Flügge-Munstermann (25), die alle angehende Erzieher sind. Die Reaktionen der Teilnehmer waren unterschiedlich: Den meisten hat es Spaß gemacht. „Viele haben begeistert losgemalt. Oft sprudelten schnell die Ideen, wenn die Musik erklang, und es wurde enorm mit Farben experimentiert“, sagten die Schüler aus der Projektgruppe. Doch es gab auch Ablehnung. So drehte sich eine ältere Dame weg, als sie die Aufgabenstellung hörte. „Einige hatten einfach Probleme, sich auf den recht offenen Arbeitsauftrag einzulassen. Denn es ging einfach darum, sich beim Hören eines Instrumentalstückes ohne Vorgaben und Regeln auf die eigenen Emotionen einzulassen und diese zu malen. Von mehreren klassischen Werken bis hin zu Elektro und Techno hatten die Knapp-Schüler einiges im Angebot. Die malende Gruppe konnte dann abstimmen, was gespielt wurde. Gesang war nicht dabei, damit der Text die Hörer nicht emotional beeinflusste.

Gemalt wurde mit Buntstiften, die sich mit Wasser mischen lassen sowie mit dicken Wachsmalstiften. Ein Budget hatten die Schüler für ihre Arbeit nicht zur Verfügung. Um das Material zu beschaffen, mussten sie sich erst einen Sponsor suchen.

Zur Ausstellungseröffnung werden die Initiatoren Rede und Antwort stehen. Außerdem wird auf einer Informations-Tafel das Projekt erläutert. Die Bilder sind bis zum Ende der Woche zu den Öffnungszeiten der Holsten-Galerie zu sehen.

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