Neumünster : Musik in allen Ecken der Stadt

Auf eine bunte Musik-Party freuen sich die Organisatoren: Bernd Müller (Verein für Jugendmusik, vorne von links), Jens Sauerbrey sowie (hinten von links) Marco Ramforth und Stefan Back.
Auf eine bunte Musik-Party freuen sich die Organisatoren: Bernd Müller (Verein für Jugendmusik, vorne von links), Jens Sauerbrey sowie (hinten von links) Marco Ramforth und Stefan Back.

Ba-Da-Boom am 8. September: Rund 250 Musiker wollen an acht Spielorten ein musikalisches Feuerwerk abbrennen.

shz.de von
05. Juli 2018, 08:02 Uhr

Neumünster | An allen Ecken der Innenstadt wird Musik sein – fetziger Rock, melodiöser Pop, sanfte Balladen, vollmundige Shantys, lustige Kinderlieder oder 60er-Jahre-Kulthits: Die Vorbereitungen für Ba-Da-Boom, das größte Straßenmusik-Festival des Nordens, laufen seit Monaten.

Es gibt mächtig was auf die Ohren: An acht Spielorten in der Innenstadt werden rund 250 Musiker aus dem ganzen Land ihrem Publikum ein Konzerterlebnis besonderer Art bescheren – denn die Akteure wechseln am Sonnabend, 8. September, von 11 bis 17 Uhr im Stundentakt. Viele Solisten, Bands und Orchester haben sich bereits angemeldet, nur noch neun der 48 Konzertplätze sind frei, sagten die Organisatoren Marco Ramforth, Jens Sauerbrey, Stefan Back und Arne Gloe.

Angemeldet haben sich beispielsweise Frühstücks-Beat, Married Old Men, Burnt Ale, Die Patienten, Alles in Ordnung, Haartbeat-Chor, Mein Ton, Tutti Flutti und Lieder-Lukas – das verspricht ein Kaleidoskop diverser Musikstile. „Es sind weniger Spielorte als sonst, das ist den Bauarbeiten in der Lütjenstraße geschuldet. Außerdem haben wir den Kleinflecken gestrichen“, so Ramforth. „Die Standorte sind aufgeteilt, Richtung Bahnhof sind die lauteren Acts, südlich die leiseren“, sagt er. Jeder Akteur hat eine Stunde inklusive Auf- und Abbau. „Es steht allen auch frei, an anderen als den vorbereiteten Orten Musik zu machen, sofern es keine Beschwerden gibt“, sagen die Organisatoren. Einzige inhaltliche Regel: keine Gewaltverherrlichung, Propaganda und Pornografie.

Finanziell ist das Festival, das 2016 aufgrund zu hoher Gema-Gebühren ausfallen musste, gesichert. „Die Stadt hat das Festival durch einen Ratsbeschluss mit einem Zuschuss von bis zu 5000 Euro abgesichert. Nur dadurch und durch die finanzielle Unterstützung diverser Sponsoren wird das Festival möglich, dafür sind wir sehr dankbar“, sagt Bernd Müller, Vorsitzender des Vereins für Jugendmusik. Dieser sprang 2017 in die Bresche und stellte sich als rechtliche Person zur Verfügung, sodass städtische Zuschüsse fließen konnten. „Wir werden die Rathausfraktionen erneut ansprechen“, so Müller.

Weitere Kooperationspartner sind die Dr.-Hans-Hoch-Stiftung, die den Auftritt einer Nachwuchsband ermöglicht, zahlreiche Sponsoren und das KDW am Waschpohl, das den ganzen Festivaltag lang die Teilnehmer versorgt und der Back-Stage-Bereich ist. Ab 20 Uhr steigt dort die After-Show-Party (Eintritt frei, Spenden willkommen).

Es gibt allerdings einen Wermutstropfen: Aufgrund beruflicher und persönlicher Gründe hören Marco Ramforth und Jens Sauerbrey nach dem Festival auf. „Aber das Festival hat inzwischen so feste Strukturen, auf die können unsere Nachfolger zurückgreifen“, sagen sie. Mögliche Interessenten werden gebeten, Kontakt aufzunehmen. Ebenso werden noch Helfer für die Betreuung der Spielorte, Catering und allgemeine Ordnungsaufgaben gesucht. Kontakt: Tel. 95 22 21 (Musikschule) oder E-Mail: info@ba-da-boom.de). Infos im Internet: www.ba-da-boom.de.

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