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„Harmo Novus“ : Musik gegen verstaubte Herzen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das Vokalensemble „Harmo Novus“ riss das Publikum im Volkshaus zu Begeisterungsstürmen hin.

Neumünster | Eine Aufwärmphase war nicht vonnöten. Kaum hatten die vier gut gekleideten Herren die Bühne betreten und ihr musikalisches Ansinnen kundgetan, war der Funke übergesprungen. „Ein guter Gesang wischt Staub von den Herzen“, klärte Frederik Haarig die 110 Besucher im restlos ausverkauften Volkshaus in Tungendorf auf. „Wir hoffen, dass Sie heute Abend viel Staub mitgebracht haben, und wir Ihre Turbostaubsauger sein dürfen“, stimmte der 1. Tenor vom Vokalensemble „Harmo Novus“ das Publikum auf eine zweieinhalbstündige musikalische Reise in die Salonmusik der 20er- und 30er-Jahre ein.

„Ich brauche keine Millionen“ von Johannes Heesters, „Wochenend und Sonnenschein“ von den Comedian Harmonists und „Ein bisschen Leichtsinn kann nicht schaden!“ des Berliner Erfolgssextetts fehlten ebenso wenig, wie „Hallo, was machst du heut’, Daisy?“ oder „Ein Freund, ein guter Freund“, bekannt aus der deutschen Filmkomödie „Die Drei von der Tankstelle“. Letzteres inspirierte Moderator Frederik Haarig zu der Bemerkung: „Wir sind die Drei, und er ist die Tankstelle.“

Fast beiläufig und dabei sehr sympathisch stellte der 1. Tenor seine Mitstreiter vor: den 2. Tenor Martin Ackermann, den eingesprungenen Bariton Gustav Augart und die „Tankstelle“, den Bassisten am Klavier, Christian Herrmann. Zusammen bilden sie das Vokalensemble „Harmo Novus“, das laut Haarig „Musik zu ihrem Hobby erklärt hat“, es in Gesangskunst und Bühnenpräsentation aber problemlos mit jeder Profiformation aufnehmen kann. „Die Vier würden locker die Stadthalle füllen“, prophezeite Besucherin Birgit Meile bereits in der Pause. Die begeisterten Besucher im Volkshaus schienen es ähnlich zu sehen. Sie freuten sich über die schönen Arrangements, genossen die vorzüglichen Stimmen der vier Sänger und ließen sich von der amüsanten Moderation Frederik Haarigs und seines Gegenüber am Klavier, Christian Herrmann, mitreißen.

„Man soll sich was vornehmen am Jahresanfang. Wir wollen die Frauen verstehen“, sagte Haarig. „Der Januar war unser Probemonat. Da geht noch was“, erwiderte Herrmann lakonisch und verwies fachmännisch auf die inneren Werte: Cholesterinspiegel, Bluthochdruck – das Publikum kugelte sich vor Lachen.

Mit dem Engagement des Vokalensembles „Harmo Novus“ war dem Organisationsteam vom Volkshauses bereits Anfang des Jahres ein Coup gelungen, der mit Sicherheit zu den Höhepunkten der Konzertsaison gehören wird. Mehrere Zugaben und ein nicht enden wollender Applaus ließen den sichtbar überwältigten Frederik Haarig um halb elf zu dem Schluss kommen: „Das war heute Abend wie ein Heimspiel.“  

 

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erstellt am 07.Feb.2017 | 12:00 Uhr

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