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Lions Music Night : Musik-Feuerwerk von Klassik bis Punk

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Lions Music Night bot ein breites Spektrum und begeisterte über 400 Besucher / Der Abend stand unter dem Motto „Komm nach Neumünster und Du wirst sehen“

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erstellt am 09.Dez.2013 | 07:00 Uhr

Schreie, Lautmalereien, schamanenartiger Gesang: Mit überschäumendem Temperament, mitreißend und ein wenig mystisch trommelte Levi Petersen (15) auf der Djembe „To the Gods of Rhythm“ und erntete für den wohl ungewöhnlichsten Auftritt des Abends begeisterte Pfiffe und tosenden Applaus. Organisator Dr. Christian Schulz hatte ein spannendes Überraschungspaket für die elfte Lions Music Night geschnürt, die ein breites Spektrum von hochkarätiger Klassik bis zu krachendem Punk bot. Den Abend unter dem Motto „Komm nach Neumünster und Du wirst sehen“ am Freitag im Festsaal der Stadthalle hatten fast 500 Gäste quasi blind gebucht; allerdings sorgte das Glatteis auf den Straßen für einige leere Reihen.

Filigrane Violin-Soli, lässiger Sprechgesang, melodischer Rock, fetzig-rhythmischer Soul-Pop – über 30 junge Talente demonstrierten einen Ausschnitt aus der kreativen Szene der Stadt, ebenso Profimusiker, die inzwischen in aller Welt Karriere machen. Alle Akteure haben seit Jahren reihenweise Preise auf Bundes- oder auch internationaler Ebene abgesahnt; dahinter stehen eiserne Disziplin und tiefe Liebe zur Musik seit frühester Kindheit. Viele von ihnen sind „Wiederholungstäter“ bei der Lions Music Night, so wie die Schwestern Geraldine und Jaqueline Galka, die beschwingt und perlend Kreisler und einen spanischen Tanz auf ihren Violinen meisterten. Kontrastprogramm: Lässig-locker präsentierte „Capsaicin“-Sänger Philipp Einfeldt seine „Crew mit dem funky Sound“ und Michael Jordan. Songschreiber Lennart Eisbrenner träumte mit „Auf und davon“ den Traum von Freiheit. Klein, aber oho: Levi-Bruder Jonah Petersen (12) rockte als Freddie Mercury selbstbewusst mit großen Gesten und erstaunlich stimmstark die Bühne. Gekonnt intonierte Lena Wolos (Trompete) ihre Version des „St. Souis Blues“. Musicalstimmung verbreiteten Finja Harder und Lorena Mazuera Grisales mit ihrem betörenden Duett „When you believe“. Kreative Songs aus eigener Feder präsentierte Birte Schmid mit Melissa-Etheridge-Timbre ihr Lied „Seconds“. Jakim Schmidt, Frontmann der Band „Mein Ton“ sendete eigenwillige Botschaften über neue und vergangene Liebesbeziehungen. „Da müssen Sie jetzt durch“, kündigte Schulz launig die Punkband „The Rush“ an. Frontmann Dilowan Döring röhrte über den schnellen Takt des Lebens – und dem Publikum gefiel das Unkonventionelle.

Heraus stachen die Profis: Franca Cornils (Flöte), Leonard Fu auf einer historischen Violine anno 1851 und seine Schwester Lisa Taiyang Liu (Violine) beeindruckten virtuos und mit meisterlicher Leichtigkeit mit Stücken von Benjamin Godard, Niccolò Paganini und Eugene Ysaye. Als locker-rhythmischer Schlusspunkt ließen es Sängerin Jennifer Hans mit röhrender Rockstimme und Vollblut-Saxofonistin Sonja Vollmer richtig abgehen.

Lions-Präsident Gerson Seiss dankte allen Künstlern und Sponsoren für ihre Unterstützung für die Musiknacht, deren Ziel es ist, junge Musiktalente zu unterstützen und gemäß des Lions-Leitsatzes „We serve“ sozial Benachteiligten zu helfen. Das Publikum war begeistert: „Das war abwechslungsreich, tolle Interpreten, alles in seiner Art war gut“, meinten Willem Hain und seine Frau Dorit.

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