zur Navigation springen
Holsteinischer Courier

17. Dezember 2017 | 19:01 Uhr

Musik beseelte nicht nur die Gäste

vom

Schleswig-Holstein Musik-Festival: 320 Sänger begeisterten mit ihren "Songs of Change" 2500 Besucher in den Holstenhallen

shz.de von
erstellt am 05.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Neumünster | Für Jutta Mrozeck und ihre sechs Chor-Schwestern vom "Kammerchor Schaumberg" aus Saarbrücken ist am Sonnabend ein Traum in Erfüllung gegangen. "Als wir hörten, dass Eric Whitacre nach Neumünster kommt, war für uns sofort klar: Da müssen wir hin! Wir haben als Chor bereits mehrere Lieder von Whitacre einstudiert und sind total begeistert von seiner Musik." Also machten die Damen sich auf den Weg nach Schleswig-Holstein, um am Sonnabend das Konzert des Schleswig-Holstein Musik-Festivals (SHMF) in Holstenhalle 5 zu erleben.

Jutta Mrozeck strahlt, wenn sie von den Kompositionen und der Ausstrahlung des amerikanischen Komponisten und Dirigenten Eric Whitacre berichtet. Elf Stunden Zugfahrt bei tropischen Temperaturen haben die sieben Frauen auf sich genommen, um ihr Idol live erleben zu können. Nicht ganz so lange, jedoch mit der selben Begeisterung waren Martina Frahm aus Flensburg und Sabine Willert aus Kiel angereist. "Ein schöner Mann", schwärmt Martina Frahm mit einem Augenzwinkern, "wir singen gerade einige Stücke von Whitacre mit unserem Chor, der Kieler ,Heinrich-Schütz-Kantorei, und da ist es natürlich toll, dessen Dirigat aus der Nähe beobachten zu können." Ihre Freundin Sabine Willert lacht: "Wir sind natürlich auch wegen der anderen Chöre hier." Besonders die Sängerinnen des "Estonian TV Girls Choir" schienen es den beiden Schleswig-Holsteinerinnen angetan zu haben. Völlig ungezwungen amüsierten sich die Frauen trotz einiger Sprachbarrieren während der Pause des dreistündigen Konzertes vor der Halle.

"Singen vereint die Menschen", sagte die Moderatorin des Abends, Alida Gundlach. Die Begeisterung der 2500 Besucher während des Konzertes und vor allem die regen Diskussionen und das spontane Singen kleiner Melodien, angestimmt von zufällig zusammen stehenden Menschen in der Pause, gaben ihr Recht. Aber nicht nur die Gäste schien der Chorgesang zu beseelen: Nach dem Konzert erklang in der schon leeren Halle ein mehrstimmiges Lied auf der hell erleuchteten Bühne. Die Sänger des "Kammerkoor Collegium Musicale" brachten dem drei Monate alten Sohn eines Chormitgliedes ein Ständchen. Als gehörte er bereits dazu, kreischte der Kleine begeistert auf dem Arm seiner Mutter.

Auf die angekündigte Autogrammstunde von Eric Whitacre warteten die Fans allerdings vergeblich. Bis um 23.30 Uhr standen sie für eine Signatur ihres Idols vor der Halle, um dann zu erfahren, dass Whitacre das Haus bereits verlassen hatte. Für Jutta Mrozeck und die ihre Freundinnen war das aber nur ein kleiner Wermutstropfen an einem ansonsten rundum gelungenen Abend.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen