Fremder Gast : Muntjak-Hirsch stromert durch Tungendorfs Gärten

Susanne Wolff zeigt den vor kurzem mit dem Handy gemachten Schnappschuss. Das Muntjak graste ihne Scheu in ihrem Garten am Mitteljörn in Tungendorf.
Susanne Wolff zeigt den vor kurzem mit dem Handy gemachten Schnappschuss. Das Muntjak graste ihne Scheu in ihrem Garten am Mitteljörn in Tungendorf.

Klein-Hirsche stammen eigentlich aus Asien, werden aber schon als Haustiere gehalten.

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26. September 2015, 08:15 Uhr

Neumünster | Einen ungewöhnlichen Besucher hatte Susanne Wolff jetzt in ihrem Garten am Mitteljörn. Die 52-Jährige Tungendorferin dachte zuerst an ein Reh, aber der Schnappschuss mit der Handy-Kamera zeigt: Es handelt sich um einen Muntjak.

Die kleine Hirsch-Art lebt eigentlich im südlichen und östlichen Asien. Wie bei fast allen Hirscharten haben nur die Männchen ein Geweih. Ein charakteristisches Merkmal der Muntjaks sind die zu Hauern verlängerten Eckzähne, die aus dem Maul ragen.

Susanne Wolff hatte das Tier erstmals am 5. September in ihrem Garten erblickt und jetzt wieder, als das Foto durch die verregnete Scheibe des Küchenfensters gelang. „Ich saß mit meinen Geschwistern beim Essen in der Küche, als plötzlich ein Reh im Garten stand. Aber das war gar kein Reh“, sagt Susanne Wolff.

„Das Tier war gar nicht scheu und kam immer dichter. Kater Odin lag draußen auf dem Stuhl und rührte sich nicht“, sagt Susanne Wolff. Wie der Kleinhirsch auf das Grundstück gelangte, ist ein Rätsel. „Das Gartentor stand offen, aber die Gärten hier sind allesamt eingezäunt“, sagt Susanne Wolff.

„Muntjaks werden zum Teil schon als Haustiere im Garten gehalten“, erklärt Tierpark-Direktorin Verena Kaspari auf Nachfrage. Wenn die Tiere an den Menschen gewöhnt seien, „werden sie zahm wie ein Hund und fressen aus der Hand“, sagt die Tierpark-Chefin. Die Tiere kommen auch in unseren Breiten ganz gut mit den klimatischen Verhältnissen klar. Aus dem Tierpark an der Geerdtsstraße kann der Muntjak in Tungendorf aber nicht ausgebüxt sein. „Wir halten keine Muntjaks“, sagt Verena Kaspari.

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