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Holsteinischer Courier

23. Oktober 2017 | 19:47 Uhr

"Müssen auf Fragen des VfR antworten"

vom

DFB-Pokal: Interview mit Hertha-Trainer Jos Luhukay / Vorbereitung wie in der 1. Bundesliga

shz.de von
erstellt am 03.Aug.2013 | 05:59 Uhr

Berlin | Im ersten Jahr bei Hertha BSC feierte er gleich den Meistertitel in der 2. Fußball-Bundesliga mit einem neuen Punkterekord für diese Spielklasse (76 Zähler), nun steht Trainer Jos Luhukay mit den Berlinern vor der Herausforderung 1. Bundesliga. Der Courier hat sich vor dem morgigen DFB-Pokalspiel der Hauptstädter beim VfR mit dem 50-jährigen Niederländer unterhalten.

Das Pokalduell in Neumünster ist der Auftakt zur Pflichtspielserie 2013/14. Welches Fazit ziehen Sie nach Ihrer Saisonvorbereitung?

Luhukay: Ich glaube, dass wir sehr gut gerüstet in das erste Pflichtspiel der Saison gehen. Wir haben eine hervorragende Vorbereitung gehabt, kein einziges Testspiel verloren - meine Mannschaft ist fit, es gibt mit Pierre-Michel Lasogga nur einen Ausfall, fast der gesamte Kader ist verfügbar. Wir freuen uns auf die Aufgabe in Neumünster.

Hertha BSC setzt auf sein bewährtes Team mit "nur" vier Neuzugängen. Warum haben Sie auf einen "Großeinkauf" verzichtet?

Wir haben mit Hajime Hosogai, Alexander Baumjohann, Johannes van den Bergh und Sebastian Langkamp genau die Spieler verpflichtet, die wir haben wollten. Dafür bin ich unserem Manager Michael Preetz sehr dankbar, dass dies alles vollkommen reibungslos geklappt hat. Diese vier passen genau in unsere Planung und verstärken ein an sich schon gutes Team.

Wer sind die Gewinner Ihrer Vorbereitung, wer sind die Verlierer? Immer wieder war aus Berlin zu vernehmen, dass gerade arrivierten Kräften ein Platz auf der Bank drohe ...

Die Mannschaft ist der Gewinner, weil sie zum einen die Neuzugänge perfekt integriert und zum zweiten hervorragenden Teamgeist bewiesen hat.

Immer wieder wird über die Klasse Ihres Spielers Ronny debattiert und gerätselt. Wie sehr tangiert Sie das?

Ronny ist ein Spieler mit herausragenden Fähigkeiten.

Mit der Regionalliga beginnt allmählich die Grauzone im deutschen Fußball. Wie gut kann man sich auf das Duell mit einem Viertligisten vorbereiten?

Wir bereiten uns, auch dank unserer Scoutingabteilung, auf Neumünster nicht anders vor als auf ein Spiel zum Beispiel gegen Werder Bremen oder Eintracht Frankfurt.

Beim Landespokal-Achtelfinale des VfR in Itzehoe war mit Torsten Wohlert ein Hertha-Scout vor Ort. Als wie wertvoll erachten Sie seine Beobachtungen und Erkenntnisse?

Die Arbeit unserer Scoutingabteilung ist stets erstklassig.

Die Hertha und der Pokal - das ist eine lange "Leidensgeschichte". Können Sie das eigentlich noch hören, beziehungsweise in welcher Form blenden Sie das aus?

Was war, interessiert mich nicht. Bei allem Respekt: Wir fahren nach Neumünster, um eine Runde weiterzukommen.

Was spricht dafür, dass es Hertha in Neumünster besser macht als vor knapp einem Jahr beim Viertligisten Wormatia Worms?

Dass wir in unserer Entwicklung ein Jahr weiter sind.

Hatten Sie vor der Auslosung einen Wunschgegner?

Nein.

Welche Gedanken kreisten sofort durch Ihren Kopf, als klar war, dass Hertha BSC im DFB-Pokal beim VfR Neumünster antreten muss?

Keine besonderen, nur die Tatsache, dass wir die Saison 2013/14 in Schleswig-Holstein starten werden.

Nach den vorliegenden Erkenntnissen: Was erwartet Sie in Neumünster?

Ein engagierter, motivierter Gegner, der uns das Leben schwer machen will. Wir müssen Antworten haben auf die Fragen, die uns der VfR stellen wird.

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