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Neumünster : Müll in der Innenstadt sorgt für Ärger

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Dreckiger Teich und überquellende Mülleimer: Warum Neumünster gerade am Wochenende schmuddelig aussieht.

Neumünster | Neumünster hat einen sehr erfolgreichen verkaufsoffenen Sonntag hinter sich. Doch so manchem Besucher verging beim Bummel durch die Innenstadt nicht nur der Appetit. Dreck im Teich und überquellende Mülleimer haben vorgestern bei vielen auswärtigen, aber auch heimischen Besuchern keinen guten Eindruck hinterlassen. Die Stadt verspricht nun Besserung.

Stichwort Teich: Anfang Dezember setzten Mitarbeiter des Technischen Betriebszentrums (TBZ) eine Ölsperre ins Gewässer. Sie wollten mit der künstlichen Sperre herausfinden, ob und wie man den Durchfluss der Schwale durch den Teich verändern kann, damit der Fluss seine Plastik- und Müllfracht besser mitnimmt – zumindest bis zur nächsten Staustufe oder Engstelle, wo man sie dann weniger aufwändig herausfischen und entsorgen kann. Das Projekt ist vorerst gescheitert und wird in den nächsten Tagen beendet.

„Es war auch quasi erstmal nur ein Platzhalter für eine andere dauerhafte Lösung, um die Strömungsverhältnisse zu verändern“, sagt Heiner Feilke, Abteilungsleiter Grünflächen. Er kann sich nun zwei andere Varianten vorstellen. „Am effektivsten wäre es wohl, regelmäßiger die Sedimente vom Grund des Teichs zumindest an der Gänsemarkt-Seite abzusaugen, um die Wasserfläche zu vergrößern“, sagt Feilke. Eine großflächige Ausbaggerung alle zehn bis 15 Jahre reiche eben nicht aus. Eine weitere Möglichkeit ist ein kleines Bauwerk vor der Bastion. Auch dieses könnte die Strömung beeinflussen.

Für die FDP gibt es noch eine mögliche dritte Lösung: „Im Zuge der Umgestaltung könnte man die Ecke einfach attraktiv überbauen“, schlägt der Kreisvorsitzende Dr. Wolfgang Stein vor.

Stichwort Mülleimer: Im vergangenen Jahr leerte an den Wochenenden nicht mehr das TBZ, sondern ein externer Dienstleister die Mülleimer. „Der Vertrag lief allerdings Ende November aus“, sagt Thorben Pries, Büroleiter von Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras. Seitdem passiert zwischen Freitagmittag und Montagmorgen nichts. „Das geht, wenn keine Veranstaltungen sind, auch gut. Aber das ist natürlich keine Dauerlösung“, sagt TBZ-Chef Ingo Kühl. Deshalb sei die Verwaltung nun dabei, ein neues Konzept auszuarbeiten und zügig vorzulegen. Denkbar ist dabei auch, dass wieder Stadtmitarbeiter die Reinigung übernehmen. Letztlich entscheiden muss das die Politik.

Viele Besucher am Sonntag waren jedenfalls wenig begeistert über den Unrat. „Furchtbar. Die Stadt kann noch nicht einmal für Sauberkeit und Ordnung sorgen. Das ist ja fast wie auf einer Müllkippe“, ereiferte sich eine Frau am Feuer auf dem Großflecken und erhielt dafür viel zustimmendes Nicken aus dem Umkreis.

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erstellt am 03.Feb.2015 | 05:30 Uhr

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