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Einfelder See : Müll, Gänse-Kot, aber klares Wasser

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Am Wochenende beginnt offiziell die Badesaison – und am Einfelder See gibt es die alten Probleme.

shz.de von
erstellt am 28.Mai.2014 | 12:00 Uhr

Neumünster | Es ist eine angenehme Badetemperatur: 20 Grad zeigte das Wasser-Thermometer von Herbert Rosenfeld gestern am Einfelder See. „Erfrischend aber nicht zu kalt“, urteilte er. Ein paar Meter weiter stimmte René Thulke mit einer Flasche bis zu den Oberschenkeln in den Fluten stehend zu. Sechs Tage vor dem offiziellen Start der Badesaison am 1. Juni zogen der Gesundheitsaufseher und der Hygienekontrolleur von der Stadt die erste Wasserprobe des Jahres und überprüften die Badestrände. Ihr erster Eindruck: Das Wasser ist klar, Algen gibt es nicht, dafür aber viel Müll und Gänse-Kot. Betroffen von den Problemen ist wieder einmal vor allem der Abschnitt Schanze.

„Das sieht gar nicht schön aus, dabei stehen hier genug Mülleimer rum“, beklagte Thulke beim Anblick von Chips-Tüten, Bonbonpapier, Bierflaschen und gebrauchten Taschentüchern nicht nur auf der Liegewiese, sondern auch im Wasser. Er warnte: „Der Unrat birgt durch Keime immer auch eine Gesundheitsgefahr.“ Ebenso lästig ist der Gänse-Kot, der wie in den vergangenen Jahren wieder gut verteilt auf der Liegewiese liegt. „In der Dorfbucht und beim Minigolf-Platz halten Fangzäune die Gänse weitgehend ab, an der Schanze ist das nicht möglich“, sagte Rosenfeld. Die Strände am See seien nun mal in die Natur eingebunden, die Gänse gehörten dazu, meinte Thulke, während eine schnatternde Gruppe des Federviehs ein paar Meter weiter friedlich graste. Nach Auskunft von Ingo Kühl, Leiter des Technischen Betriebszentrums, wollen seine Mitarbeiter am Freitag die Strandabschnitte aber noch einmal grundreinigen, damit zum Wochenende alles schier ist.

Alle drei Wochen kommen Thulke und Rosenfeld nun bis zum Ende der Badesaison im September zur Kontrolle. Die Wasserproben, die sie ziehen, werden vom Hygiene-Institut der Universität Kiel genauer unter die Lupe genommen. Entdecken die Laborangestellten dort Bakterien, Viren oder Giftstoffe in einer Konzentration über den zulässigen Grenzwerten, werden Thulke und Rosenfeld informiert. Grundlagen sind dabei die EU-Richtlinie für Badegewässer und die Badegewässerverordnung des Landes Schleswig-Holstein. Besucher können sich im Internet unter www.badewasserqualitaet.schleswig-holstein.de über die Ergebnisse informieren.

Mit Beginn der Badesaison sorgen an den Wochenenden auch die Mitglieder der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft wieder für Sicherheit. Bei gutem Wetter sind die Helfer sonnabends und sonntags von 10 bis etwa 18 Uhr auf Kontrollgängen sowie in ihrer Hütte an der Schanze erreichbar.

 

 

 

 

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