zur Navigation springen

Arpsdorf : Mühsamer Kampf gegen das Jakobskreuzkraut

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Viele helfende Hände befreiten den Klimawald in Arpsdorf von der giftigen Pflanze.

Arpsdorf | Der Vorstand der Stiftung Klimawald, Amtsvorsteher Peter Thomsen und ein halbes Dutzend Jugendliche aus Arpsdorf machten jetzt gemeinsame Sache bei der Bekämpfung des Jakobskreuzkrauts (JKK). Im Klimawald am Schulkoppelweg rückten sie dem giftig-gelben Kraut gemeinsam zu Leibe. Viele hilfreiche Hände packten mit an, um die Pflanze mit Stumpf und Stiel auszureißen.

„Hier haben wir 2012 zusammen mit den Stadtwerken Neumünster (SWN) über 8000 Bäume gepflanzt“, berichtete Alf Jark vom Vorstand der Stiftung Klimawald. Roteichen, Stieleichen und Linden wurden auf dem 1,2 Hektar großen Gelände im Bereich Ohlenkamp angepflanzt – Birken, Kiefern und Fichten haben sich selbst angesiedelt. „Wir sind ganz zufrieden damit, wie unsere Bäume hier wachsen und gedeihen“, meinte Jark. Ganz und gar nicht zufrieden ist die Stiftung mit all dem Jakobskreuzkraut, das aus der Nachbarschaft seinen Weg in den Klimawald gefunden hat.

„Südlich und westlich von hier liegen einige der größten JKK-Kolonien im Lande“, stellte Jark fest und schob die Erklärung dafür gleich hinterher: „Wir haben hier an der Stör viele extensiv bewirtschaftete Flächen, denen man nicht die nötige Pflege in Bezug auf das Jakobskreuzkraut angedeihen lässt. Und bei uns fliegt dann der Samen von diesen Flächen ein.“

Das giftige Kraut kann auf der Klimawald-Fläche keinen unmittelbaren Schaden anrichten. „Die Fläche ist eingegattert, hier weiden keine Kühe oder Pferde“, erläuterte Jark. Aber emsige Bienen sind auch im Ohlenkamp unterwegs. „Wir nehmen die Warnung vor den leberschädigenden Stoffen des Kreuzkrauts ernst“, sagte Jark. Es gelte die Pflanzen vor deren Saatreife zu entfernen, um eine Verbreitung auf Nachbarflächen zu verhindern.

Das giftig-gelbe Übel wurde mit der Wurzel ausgerissen – und dabei leistete insbesondere ein halbes Dutzend Arpsdorfer Teenager ganze Arbeit. „Die Jugendlichen sind sehr engagiert und fleißig bei der Sache“, lobte Bürgermeister und Amtsvorsteher Peter Thomsen. Die Pflanzen wurden mit der Schubkarre zu einem Container gekarrt, den die SWN zur Verfügung gestellt hatten. Die SWN wollen sich auch um die Entsorgung kümmern: Das Giftkraut soll in die Heißphase der Biokompostierung eingebracht und dadurch vernichtet werden.

„Was wir hier an Samenverbreitung verhindern, fliegt allerdings links und rechts wieder ein“, sagte Amtsvorsteher Peter Thomsen, „insofern ist das hier so etwas wie ein Kampf gegen Windmühlen.“ Effektiv könne man das Jakobskreuzkraut nur bekämpfen, wenn alle betroffenen Landeigentümer mitziehen.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen