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19. Oktober 2017 | 09:52 Uhr

Mühlenhofschule bleibt Dauerbrenner

vom

CDU, FDP und BFB/Piraten kamen mit Vorstoß, die Umwandlung zur Ganztagsschule auszusetzen, nicht zum Zuge / Das Thema wurde vertagt

shz.de von
erstellt am 17.Aug.2013 | 07:26 Uhr

Neumünster | Die geplante Umwandlung der Mühlenhofschule zu einer offenen Ganztagsschule sorgt auch in der neuen Legislatur für kontroverse Debatten. Mit einem gemeinsam eingebrachten Dringlichkeitsantrag brachten CDU, FDP und BFB/Piraten am Donnerstag das Thema zwar auf die Tagesordnung des Schul-, Kultur- und Sportausschusses. Anschließend wurde es aber mit den Stimmen von SPD und Grünen vertagt.

Mit ihrem Vorstoß wollten CDU, FDP und BFB/Piraten erreichen, dass die in der Grundschule umstrittene Umwandlung vorerst ausgesetzt wird und die konzeptionelle Arbeit, Zeitpunkt und Form der Umwandlung den Gremien der Schule überlassen wird. "Die Eltern und Lehrer sind entsetzt über einen Gesprächstermin am 28. August", sagte die stellvertretende Ausschussvorsitzende Britta Einfeldt (CDU). Es gebe noch gar keinen Schulelternbeirat, mehrere Lehrer seien auf Klassenfahrt, die Schulleiterin Astrid Andresen langfristig erkrankt. "Es muss etwas an der Schule passieren, wir möchten aber den Zeitdruck herausnehmen und Ruhe an die Mühlenhofschule bringen", begründete sie den Antrag. Da es einen gleich lautenden Antrag auch an die Ratsversammlung geben soll und die SPD-Fraktion diesen zuvor noch nicht gesehen hatte, beantragte der Ausschussvorsitzende Bernd Delfs (SPD) eine Vertagung. Britta Einfeldts Argument, man habe diesen Weg gewählt, damit im Rat nicht auf die fehlende Beratung im Fachausschuss verwiesen werden kann, verfing nicht. Mit den fünf Stimmen von SPD und Grün war das nötige Drittel für eine Vertagung erreicht.

Weitere Themen im Ausschuss waren Berichte zum Stand der Bildungsplanung, zum Kunstflecken und zur Entwicklung der drei Regionalen Berufsbildungszentren der Stadt. Neumünsters Kulturfestival Kunstflecken wird am 6. September mit der "Art-Tour" eröffnet und hat sich längst "zu einem Aushängeschild für die Stadt entwickelt", sagte Kulturdezernent Günter Humpe-Waßmuth. Auch diesmal sei es gelungen, renommierte Künstler wie den Jazzer Gregory Porter zu gewinnen. Acht der Kunstflecken-Veranstaltungen sind schon jetzt ausverkauft.

Das Museum Tuch + Technik darf mit einem höheren Betriebskostenzuschuss rechnen. Der Ausschuss stimmte mit sechs Ja-Stimmen bei fünf Enthaltungen einem neuen Fünf-Jahres-Vertrag zwischen Trägerstiftung und Stadt zu. Der Zuschuss soll von 313 000 auf 324 000 Euro pro Jahr steigen. Endgültig bestimmt das die Ratsversammlung am 27. August.

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