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Bordesholm : Mondän, grazil, verspielt, keck: „Les Brünettes“ setzen ihre Stimmen wirkungsvoll ein

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

A-cappella-Gruppe begeisterte das Publikum.

Bordesholm | Mit Charme und Stimme eroberten die vier Gesangstalente von „Les Brünettes“ das Savoy und stellten einmal mehr die Einzigartigkeit von A-cappella-Gesang unter Beweis.

Attraktiv sind sie, durch langjähriges Studium an Musikhochschulen bestens ausgebildet und mit einer ansprechenden Bühnenpräsenz gesegnet. Und doch reichen diese Attribute bei Darbietungen mit purer Stimme oft nicht aus, um das Fehlen von Instrumenten vergessen zu machen. Doch Juliette Brousset, Stephanie Neigel, Julia Pellegrini und Lisa Herbolzheimer sind nicht nur schön, sondern auch schlau, setzen bei ihren Stimmdemonstrationen nicht auf Hozhammerkomik oder Brachialerotik, sondern auf den logischen Zusammenhang zwischen Stimme und Stück. Da gelingen eindringliche Perlen wie das Billie-Holiday-Cover „Lady sings the blues“, hier in vierfacher Ausfertigung, oder die Aretha-Franklin-Hymne „Say a little prayer“.

Dabei pendeln die vier Künstlerinnen auch gekonnt zwischen gesellschaftlichen Rollen. Von mondän über grazil bis verspielt und keck reicht das facettenreiche Repertoire, und selbst Nenas ewige Girlie-Attitüde kommt hier bei einer gedehnten und das Publikum zum Mitsingen animierenden Version von „99 Luftballons“ richtig gut rüber. Sympathische und nie aufgesetzte gegenseitige Neckereien, einfach, aber wirkungsvoll eingesetzte Bewegungschoreografien auf kulissenloser Bühne runden das Bild der engagierten Damenriege ab. Und auch die 70 Besucher waren sofort mitgerissen vom dem sympathischen Auftritt, der sich bis in den späten Abend hineinzog. 

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