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Tennis-Ass bei US Open : Mona Barthel – von Neumünster nach New York

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Sie könnte bald Serena Williams gegenüber stehen: Mona Barthel glänzt erneut bei den US Open. Dabei begann die Karriere der Neumünsteranerin als Dreijährige auf dem Tennisplatz von Neumünster.

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erstellt am 27.Aug.2014 | 10:38 Uhr

New York | Mona Barthel aus Neumünster hat die zweite Runde der US Open erreicht. Sie folgt dem Trio Sabine Lisicki (Berlin), Angelique Kerber (Kiel) und Andrea Petkovic (Darmstadt). Die Bad Oldesloerin Julia Görges scheiterte an der ersten Runde. Damit sind noch vier Deutsche beim Grand Slam dabei. Barthel gewann das entscheidende Match gegen die an Nummer 32 gesetzte Chinesin Zhang Shuai überraschend deutlich mit 6:1, 6:2. Nach nur 65 Minuten Spielzeit nutzte die Weltranglisten-54. vor den Augen von Bundestrainerin Barbara Rittner ihren ersten Matchball zum Sieg.

Mona Barthel nimmt seit 2011 regelmäßig an den US Open teil. Zweimal erreichte sie bereits die zweite Runde. Dabei begann alles auf dem Spielfeld von Neumünster.  Schon mit drei Jahren machte Barthel erste Erfahrungen mit Ball und Schläger. „Um ehrlich zu sein, kann ich mich nicht mehr erinnern, wann ich das erste Mal auf einem Tennisplatz gestanden habe“, sagt die heute 24-Jährige. Sie wuchs in einer Tennis-Familie auf – und entsprechend viel Zeit verbrachte die ganze Familie mit dem Sport. Doch zunächst blieb Tennis ein Hobby zwischen Schule und Freunden. Zu Barthels ersten Turnieren in den Sommerferien reiste die Familie mit Zelten an und genoss nebenbei die Natur.

Die ersten Gehversuche in Richtung Profitennis machte die Neumünsteranerin in den Schulferien 2007. Vier Turniere brachten Barthel einen Platz auf der Weltrangliste ein: Sie war die 937. beste Spielerin weltweit. In den folgenden Sommerferien verbesserte sich die Abiturientin auf Rang 516. Nach dem Abitur konnte sich die Neumünsteranerin ganz ihrem Sport widmen. 2010 schaffte das junge Talent drei Turniersiege nahm an drei Grand Slams teil: French Open, Wimbledon und US Open. In Paris und New York erreichte sie jeweils die zweite Runde. „Am Ende des Jahres belegte ich den Weltranglistenplatz von 67“, berichtet Mona Barthel. Mittlerweile ist sie regelmäßiger Teilnehmer der Grand Slam Turniere. Ihre beste Platzierung in der Weltrangliste war Platz 23. Aktuell steht sie auf Platz 42.

Ob sie ihre Platzierung mit den derzeitigen US-Open verbessern kann, wird sich in den kommenden Runden zeigen. Zunächst aber freut sie sich über den Erfolg. „Ich war ziemlich ruhig und entspannt und habe ein wirklich gutes Match gespielt“, sagte Barthels. Nächste Gegnerin ist Varvara Lepchenko aus den USA, in der dritten Runde könnte die Weltranglisten-Erste und Titelverteidigerin Serena Williams warten.

„Das wär natürlich schön, wenn ich das schaffen würde, aber jetzt bin ich erst mal froh über meinen Sieg und muss mich auf Lepchenko konzentrieren“, sagte Barthel. Im Juli hat sie das WTA-Turnier im schwedischen Bastad gewonnen, in der Vorbereitung der US Open plagte sie zuletzt in Cincinnati und New Haven aber eine Viruserkrankung.

Kerber, Petkovic und Lisicki hatten tags zuvor ihre Erstrunden-Aufgaben mit deutlich mehr Mühe als erwartet gelöst. Die letztjährige Wimbledon-Finalistin Lisicki bekommt es an diesem Mittwoch mit der amerikanischen Wildcard-Inhaberin Madison Brengle zu tun. „Ich fühle mich gut und hoffe, dass ich mich nun von Runde zu Runde und von Match zu Match steigern kann“, sagte die 24-Jährige.

 

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