Neumünster : Möbelhaus wurde evakuiert

Mit Atemschutz drangen die Feuerwehrleute bis zum Technikraum vor. Dort qualmte es.
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Mit Atemschutz drangen die Feuerwehrleute bis zum Technikraum vor. Dort qualmte es.

Zeitgleich gab es heute Feuer in Wittorf und Tungendorf.

shz.de von
06. Februar 2018, 19:00 Uhr

Neumünster | Heute gegen 16.40 Uhr musste ein Möbelhaus in Wittorf evakuiert werden. Es gab starken Rauch in der Nähe eines Aufzugschachtes eines Lastenaufzuges im Verkaufsraum. Als die Feuerwehr eintraf, hatten die etwa 25 Mitarbeiter das Einrichtungshaus bereits vorbildlich evakuiert. Alle 50 Kunden hatten das Gebäude verlassen.

In einem Technikraum neben dem Aufzugsschacht kam es zu der starken Rauchentwicklung. Die Feuerwehrmänner gingen unter schwerem Atemschutz in das Gebäude. Ein Teil eines Öltanks, der die Hydraulik des Aufzuges versorgt, hatte sich aus noch ungeklärten Gründen erhitzt und praktisch wie ein Tauchsieder funktioniert. „Das Öl im Tank war stark erhitzt“, erklärte Einsatzleiter Marc Kutyniok der Berufsfeuerwehr Neumünster. Der Strom wurde abgeschaltet, der Tank mit Wasser gekühlt, die Temperatur mit einer Wärmebildkamera überwacht und das verqualmte Gebäude belüftet.

Gegen 18.15 Uhr war der Tank so weit heruntergekühlt, dass die Einsatzstelle dem Haustechniker übergeben wurde. Vor Ort waren die Berufsfeuerwehr Neumünster sowie die Freiwilligen Wehren aus Wittorf und Gadeland, ein Rettungswagen und die Polizei.

Eine kurze Verzögerung hatte es bei der Anfahrt auf das Gelände gegeben. Eine Dame war mit ihrem Auto auf der Zufahrtsbrücke zum Stehen gekommen und konnte dann, vermutlich aufgrund der Aufregung durch die anrückenden Feuerwehrfahrzeuge, nicht weiter fahren. Sie verließ das Auto, Einsatzleiter Marc Kutyniok fuhr den Pkw auf einen Parkplatz.

Zu gleichen Zeit hatte die Feuerwehr noch einen Einsatz in Tungendorf. Dort hatten Anwohner einen Schornsteinbrand in einem Zweifamilienhaus am Bökenkamp gemeldet. Mit Hilfe der Drehleiter der Berufsfeuerwehr, konnte der Schornstein gefegt und Stück für Stück von den Rußpartikeln befreit werden. Im Dachgeschoss wurde die Temperatur mittels einer Wärmebildkamera kontrolliert. Die Glutnester, die durch das Fegen nach unten gefallen waren, konnten mit einer Schuttmulde aufgenommen und im Freien gelöscht werden. Hier waren die Berufsfeuerwehr sowie die Freiwilligen Feuerwehren Tungendorf-Dorf, Tungendorf-Stadt und die Polizei vor Ort. Gegen 18.30 Uhr waren beide Einätze beendet. Verletzt wurde niemand.



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