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Firmenjubiläum : Möbel Brügge: Als Tischlerei fing alles an

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

150 Jahre: Familienunternehmen in sechster Generation gehört zu den ältesten Möbel- und Einrichtungshäusern Deutschlands.

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erstellt am 05.Jan.2016 | 19:34 Uhr

Neumünster | Mit einer Verkaufsfläche von 24  000 Quadratmetern ist Möbel Brügge nicht nur Neumünsters größtes Einzelhandelsgeschäft. Das Unternehmen im Freesen-Center mit seinen 150 Mitarbeitern gehört auch zu den ältesten und traditionsreichsten Möbel- und Einrichtungshäusern in ganz Deutschland: 2016 wird das in sechster Generation geführte Familienunternehmen 150 Jahre alt. Mit einer Ausstellung zur Firmengeschichte wurde jetzt das Jubiläumsjahr eingeläutet. Als zusätzlicher Hingucker entsteht zurzeit gerade ein Wohnzimmer im Stil der 1950er-Jahre.

Den Grundstein für die Firmentradition legte 1866 der damals erst 24-jährige Handwerksmeister Hans Jürgen Brügge mit der Gründung eines Tischlerbetriebes an der Wasbeker Straße 37. „Mein Großvater Paul Brügge erkannte nach dem Ersten Weltkrieg, dass Möbel als Handelsprodukt ein lukrativer Geschäftszweig waren“, sagt Thomas Brügge, der heute mit seinem Sohn Philip das Unternehmen leitet.

Unter Paul Brügge wurde neben der Tischlerei der Möbelhandel mit selbst gefertigten Stücken, aber auch zunehmend mit zugekauften und dann weiter verarbeiteten Rohlingen auf- und ausgebaut. „Mit der Firma Stegert in Einfeld arbeiten wir noch heute mit einem Zulieferer der ersten Stunde zusammen“, sagt Thomas Brügge.

Das Unternehmen expandierte. 1949 entstand an der Wasbeker Straße 11 ein erster bescheidender Neubau. Der langgestreckte Pavillon wurde zum effektvollen Schauraum. Schon 1952 wurde das Möbelhaus um mehrere Stockwerke erweitert. 1965 kaufte Möbel Brügge mit der früheren Krachtschen Fabrik weitere Grundstücke an der Wasbeker Straße und erweiterte so Ausstellungs- und Lagerflächen.

Doch auch das reichte bald nicht mehr aus. 1984 verlegte Möbel Brügge seinen Sitz an die Rendsburger Straße 82 und vergrößerte sein Sortiment erheblich. Thomas Brügge hatte da nach einer Tischlerausbildung, dem Studium der Betriebswirtschaft und einer Ausbildung im Bereich Innenarchitektur schon die Leitung übernommen.

1998 wagte die Familie Brügge den bislang größten Schritt in der Firmengeschichte: Im neuen Gewerbegebiet Freesenburg baute Brügge eines der größten Möbelhäuser im Norden mit einer Ausstellungsfläche von 20 000 Quadratmetern auf drei Etagen. 2001 wurde mit dem Bau eines automatisch gesteuerten Hochregallagers die bis dato auf vier Standorte verstreute Logistik zentral zusammengefasst. Inmitten progressiver Technik findet aber immer noch das Handwerk seinen Platz bei Brügge: In einer eigenen kleinen Tischlerei werden spezielle Arbeiten immer noch vor Ort erledigt.

Kleine Anekdote am Rande: Philip Brügge, der 2002 als sechste Generation ins Unternehmen eintrat, ist Diplom-Betriebswirt – und damit der erste Brügge-Geschäftsführer, der keine Tischlerlehre absolviert hat.

2011 folgte mit dem Neubau von Küchen Brügge der nächste Schritt. Auf 4000 Quadratmetern präsentiert das Unternehmen seine Küchen im eigenen Gebäude. Im Anschluss folgte im laufenden Betrieb eine umfangreiche Modernisierung, An- und Umbau im Möbelhaus. 2015 wurde groß die Neueröffnung gefeiert – und nun kommt erst der runde Geburtstag. 

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