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Holsteinischer Courier

24. Oktober 2017 | 08:01 Uhr

Kita Bollerwagen : Mitsprache für Kita-Kinder

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Kinderparlament bestimmt mit bei dem neuen Außengelände der Awo-Kita am Haart. Vorschläge sind eine neue Rutsche, Schaukeln, ein Klettergerüst und Rutscheautos.

shz.de von
erstellt am 05.Dez.2013 | 16:26 Uhr

Im Sommer 2014 wird die Awo-Kita Bollerwagen am Haart 20 Jahre alt – und mit ihr auch das Gelände ums Haus herum. „Wir müssen das Außengelände machen“, hieß es seit langem, schilderte am Freitag Kita-Leiterin Anke Lilienthal-Schmiedel. Doch das geschieht nicht allein nach den Wünschen der Erwachsenen. In der Kita gibt es ein Kinderparlament, das für ein Mitspracherecht der 77 Kinder bei der Neugestaltung sorgt.

„Unser Kinderparlament gibt es schon seit 2005, damit waren wir eine der ersten im Lande“, sagt die Leiterin. Dem Parlament gehören jeweils zwei Kinder der U-3-Gruppen „Schlitzohren“, „Rasselbande“, „Langstrümpfe“ und „Krachmacher“ an, dazu kommt ein Mitarbeiter der U-3-Gruppe „Strolche“. Außerdem sitzen Vertreter der Kita und der Eltern im Parlament, das schon einiges entschieden hat, wie beispielsweise einen zweiten Brötchentag in der Woche, was es zum Frühstück gibt, was man anziehen darf, wenn man nach draußen geht – wenn es nach Ermessen der Betreuer nicht der Gesundheit schadet – oder die Farbgebung von Turnhalle (grün) und Küche (weiß). 2012 wurde die Verfassung überarbeitet; sie gibt es schriftlich. Kinder lernen Demokratie, wenn sie ihre Lebenswelt gestalten, konstruktiv Konflikte lösen, ihre Gemeinschaftsfähigkeit weiter entwickeln und in ihrer Eigenverantwortlichkeit gestärkt werden, sind die Grundsätze der „Partizipation“, so der pädagogische Fachbegriff.

Bei den Außenanlagen hatte Stadtrat Günther Humpe-Waßmuth, der einst seine Kinder in die Kita brachte, eine lustige Anekdote: „Damals gab es eine Matsch-Ecke mit viel Lehm. Mein Sohn musste jeden Tag geduscht werden.“

Für das Projekt „neues Außengelände“ heißt es jetzt erstmal Ideensammlung. Wie groß die Kosten werden, steht noch nicht fest, aber Anke Lilienthal-Schmiedel schätzte diese auf mindestens 25 000 Euro: „Wir brauchen auf jeden Fall noch Sponsoren.“

Der Antrag bei der Stadt ist eingereicht. Im Sommer soll es losgehen. Laura (4), Finn (6), Rieke (5) und die anderen „Kollegen“ dürfen sich jetzt einen Kopf machen. Einige Vorschläge hatte das junge Parlament schon: Eine neue Rutsche, Schaukel, ein Klettergerüst und Bobby-Cars.

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