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Holsteinischer Courier

21. Oktober 2017 | 09:23 Uhr

Weltgebetstag : Mit Zuckerrohr und Rassel

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Gottesdienst widmete sich Kuba – ein Land im Wandel

shz.de von
erstellt am 05.Mär.2016 | 10:15 Uhr

Neumünster | Tücher in den Farben der kubanischen Landesflagge – weiß-rot-blau – lagen auf der Treppe zum Altar, und die Akteurinnen schlüpften die Rollen kubanischer Frauen: So wie gestern in der Vicelinkirche feierten überall auf der Welt Gläubige den Weltgebetstag. Kubanische Frauen hatten den Gottesdienst ausgearbeitet, Texte, Lieder und Gebete ausgewählt.

Haupt- und Ehrenamtliche der Kirchen St. Maria-St. Vicelin, Anschar- und Vicelingemeinde gestalteten die Weltgebetsstunde ökumenisch und gemeinsam. „Vielleicht ist Kuba uns ein wenig fremd mit seinen typischen Liedern. Es ist ein Land im Wandel nach 54 Jahren Sozialismus und Blockade durch die USA, aber jetzt gibt es erste diplomatische Beziehungen und die Menschen hoffen auf Besserung“, sagte Pastorin Simone Bremer von der Vicelinkirche. Nacheinander traten die Akteurinnen als Juana, Yamilka, Liudmila, Olivia und Ana Paula vor, als einfache Frauen, die trotz Widerständen am Glauben festhielten, ihre Familie trotz Mangel ernährten, auf Licht in der Zukunft hoffend, als lebensfreudige Arzttochter. Sie legten eine Bibel, typische Früchte wie Zuckerrohr, Mangos, Bananen und Kürbis, eine Rassel und eine Kerze als Zeichen der Hoffnung auf den „Kuba-Altar“. Als letztes erzählte „Maria Carla“ von der Fröhlichkeit der Menschen, alle Akteurinnen und auch die etwa 50 Zuhörer begrüßten und umarmten sich lächelnd mit „Buenas tardes“ (Guten Nachmittag). Gesungen wurden kubanische Lieder auf Deutsch.

In Fürbitten hofften die Frauen auf Versöhnung und Gerechtigkeit für das kubanische Volk, Zugang zur Bildung für junge Menschen und weniger Konflikte. „Wir bitten dich für alle Kinder, die vernachlässigt werden, wir wollen auf ihre Stimmen hören und miteinander immer achtsamer und fröhlicher werden.“ Sie protestierten gegen Misshandlung, hofften auf Beistand für die Familien, die unter der wirtschaftlichen Krise und der Auswanderung leiden. Am Ende erhielten die Gottesdienst-Besucher Karten und Segensbändchen. Dann gab es im Gemeindehaus typisches Kulinarisches – eine kubanische Bohnensuppe, Kokosmilchreis und frisches Obst.

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