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Zikita-Projekt : Mit Wuppi und dem Courier die Welt der Wörter entdecken

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

17 Kinder des Kindergartens der Johannesgemeinde wählten ihre Lieblingsbilder aus, schöpften Papier und würden am liebsten weitermachen

Neumünster | Ein Außerirdischer ist zurzeit im Kindergarten der Johannesgemeinde in Wittorf gelandet: Wuppi vom Planeten Wupp kann nicht hören und muss gemeinsam mit den Kindern seine Ohren trainieren. „Die Kinder lernen Buchstaben, Silben und Reime – da passt das Zikita-Projekt super zu“, sagt Erzieherin Tanja Bente, die das Projekt mit der Sozialpädagogischen Assistentin Ann-Katrin Komljenovic und Erzieherin Petra Schilling betreut. 17 Igel- und Spatzenkinder machen bei „Zeitung in der Kita“ mit.

Den Planten Wupp haben die Kinder aus Zeitungen geformt – mit Seen, Eierkarton-Bergen, Feldern und Wiesen. Gestern wurde er bunt angemalt und mit goldenem und rotem Glitzer bestäubt, was der Planeten-Malertruppe Yasin, Lotte, Rune, Jasper, Finn und Sten einen Riesenspaß machte. Gleich nebenan lief ein zweites Projekt: Die Kinder hatten Zeitungsseiten eingeweicht, und Leni (6) schöpfte mit einem feinen Netzgitter aus dem Zeitungswasser selbstgemachtes Papier – gar nicht so einfach.

Außerdem hängen in den Räumen ganz viele Fotos: Die Kinder hatten die Aufgabe, ihre Lieblingsfotos aus der Zeitung herauszuschneiden – die Top-Bilder waren die Babys, die am 29. Februar geboren wurden, Robben, Königspinguine, das Aida-Kreuzfahrtschiff, eine Katze hinter Gittern und – logo – das Foto von anderen Zikita-Kindern. Auch „gute“ und „böse“ Bilder wurden sortiert: „Gut“ fanden die Kinder einen Pfau, Cheerleader, einen Blindenhund, erfolgreiche Sportler und Musik, aber auch das Foto von Rettungswagen. „Böse“ waren ein Stau, ein Autobahn-Unfall, ein Salafist, Flüchtlinge an einem Gitterzaun und das Foto des Trainers Roger Schmidt von Bayer-Leverkusen, der sich unsportlich verhalten hat.

„Zu jedem Bild gehört eine Geschichte, und die Kinder sind so wissbegierig, wir haben lange über alles gesprochen, das war so interessant. Viele wollen am liebsten noch nach den vier Wochen weitermachen. Das Ganze hat eine Eigendynamik entwickelt“, sagt Tanja Bente (42), die zum ersten Mal ein Zikita-Projekt betreut und begeistert ist. Denn die Kinder waren sehr kreativ, bastelten auch Zeitungsarmbänder oder sogar eine eigene kleine Zeitung. „Schön an diesem Projekt ist, dass die Gruppe etwas gemeinsam macht, dass die Kommunikation und Fantasie angeregt wird und dass die Bildung der Kinder in jeder Hinsicht gefördert wird – musisch, mathematisch, aber auch in der Bewegung.“ Und wenn der Courier ausgelesen ist – dient er als Unterlage für den Planeten Wupp...

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erstellt am 04.Mär.2016 | 07:30 Uhr

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