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Gefahrstoffeinsatz im Edeka-Zentrallager : Mit Video: Giftiges Ammoniak entweicht aus Kühlanlage

vom

Mitarbeiter bemerkten Ammoniakgeruch. Die Einsatzkräfte kämpften auch mit den Minusgraden.

shz.de von
erstellt am 03.Dez.2016 | 14:18 Uhr

Neumünster | Am Freitagabend gegen 23.35 Uhr bemerkten Mitarbeiter des Edeka-Zentrallagers in Neumünster einen beißenden Geruch in der Halle. Ein Mitarbeiter reagierte schnell und rief die Feuerwehr. Kurz nach Ankunft der ersten Einsatzkräfte, war schnell klar, dass es sich bei dem Geruch um aus der Kühlungsanlage austretendes Ammoniak handelte. Sofort wurde Großalarm ausgelöst. Ein Großaufgebot von Feuerwehr sowie Regieeinheit des Katastrophenschutzes Neumünster und das DRK waren schnell an der Einsatzstelle, weitere Kräfte kümmerten sich um die Gefahrenabwehr für die Anwohner.

Bei -4 Grad waren rund 50 Einsatzkräfte vor Ort, der für die Anlage zuständige Techniker wurde aus Flensburg herbeigerufen. Mehrere Erkundungstrupps suchten unter schwerem Atemschutz und in Chemikalienanzügen nach dem Leck in der Kühlungsanlage. Nach etwa zwei Stunden konnte die Leckage gefunden und repariert werden.

Die Minusgrade machten den Einsatzkräften zu schaffen. Nach den Einsätzen mussten die Erkundungstrupps durch eine Dekontaminationsschleuse. Das Wasser, mit denen die Chemikalienanzüge abgespült wurden, fing sofort an, zu gefrieren. Um nicht auszukühlen mussten die Einsatzkräfte aus den Anzügen befreit werden und mit warmen Getränken und neuer Kleidung versorgt werden. Der Fußboden der Dekontaminationsschleuse verwandelte sich derweil immer wieder in eine Schlittschuhbahn und musste mehrfach enteist werden.

Die sieben Mitarbeiter, die sich in der Halle aufhielten, blieben unverletzt. Für die Bevölkerung bestand während des Einsatzes keine Gefahr.

Zum ersten Mal konnte auch die „Social Media Gruppe“ des Stabes an den Start gehen. Aktuellen Informationen und Fotos vom Einsatz wurden per Liveticker auf den Twitter-Account der Berufsfeuerwehr Neumünster übertragen.

 

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