Bönebüttel : Mit ungewohnten Klängen und Tänzen durch die Kulturen

Der Gemeindasaal wurde zur Tanzfläche, als Tanzlehrerin Jenia Pronitschew (links) und die Gruppe loslegten.
Der Gemeindasaal wurde zur Tanzfläche, als Tanzlehrerin Jenia Pronitschew (links) und die Gruppe loslegten.

Lieder aus zehn Ländern wurden in den Originalsprachen gesungen.

shz.de von
06. September 2018, 15:33 Uhr

Bönebüttel | Wie spannend, unterschiedlich, aber auch ähnlich verschiedene Kulturen sein können, erfuhren gut 60 Besucher im Gemeindehaus der Martinskapelle, als sie auf eine „Kulturelle Reise durch verschiedene Länder“ mitgenommen wurden. Eingeladen hatte das Veranstaltungsteam der Reihe „Kultur in der Kapelle“.

„Die Idee ist mitten aus dem Dorf erwachsen. Hier leben Menschen aus verschiedenen Kulturen. Jeder liebt seine Heimat, aber manchmal muss man sie verlassen. Man möchte dann gerne von ihr erzählen“, erklärte Veranstalterin Gisela Kummerfeld, die in Bönebüttel Deutschunterricht für Flüchtlinge koordiniert hat.

Auf eine musikalische Reise nahm Tatjana Großkopf das Publikum mit den 15 Sängern des Chors Falado mit. „Wir haben Lieder aus zehn Ländern in den Originalsprachen gesungen. Dabei waren Lieder zum Beispiel aus dem Balkan, der Türkei, Südamerika und Israel. Zusammen mit den einfachen, ursprünglichen Instrumenten wie Mandoline, Harfe oder Traversflöte wollen wir eine authentische Stimmung entfachen“, beschrieb die Dozentin der Musikschule Neumünster. Die Schwierigkeiten sind nicht unbedingt die fremden Sprachen, erklärte sie weiter: „Die musikalischen Betonungen sind ganz anders, etwa in die Rhythmik eines 10-8-Takts muss man sich erst einmal hineinfuchsen.“

Beim Publikum kamen die ungewohnten Klänge enorm gut an. Anne Schlusche
singt selbst im Bokhorster Chor und meinte begeistert: „Der Chor war sehr interessant. Es machte nichts, dass man die Texte nicht
verstanden hat, denn die Stimmungen, die in den Liedern ausgedrückt wurden, erkannte man trotzdem. Das passte sehr gut in die gemütliche Atmosphäre der Kirche.“

Nachdem die Bönebüttlerin Carmen Kracht in einem Vortrag ihre Heimat Rumänien präsentiert hat, lud die in Kiew geborene Bönebüttlerin Jenia Pronitschew zu internationalen Tänzen ein. Sie leitet eine Tanzgruppe in der Gemeinde. „Wir zeigen folkloristische Tänze zum Beispiel aus Griechenland
und Frankreich und den amerikanischen Line-Dance. Tanzen verbindet und macht einfach Spaß.“

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