Großflecken : Mit Überraschungen in die Rente

Vor dem Frühstück kam ein letzter Test. Peter Schlüter war schon „in zivil“, hatte keinen Firmenpullover mehr an.
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Vor dem Frühstück kam ein letzter Test. Peter Schlüter war schon „in zivil“, hatte keinen Firmenpullover mehr an.

Das Team von Elektro Klee verabschiedete seinen Kollegen Peter Schlüter nach über 40 Jahren Betriebszugehörigkeit

shz.de von
02. Januar 2015, 07:45 Uhr

„Total verlässlich“, „schlagfertig“ und „immer gut gelaunt“, kurz: ein echter Typ – so beschreiben ihn seine Kollegen. Am 31. Dezember hatte Elektroinstallateur Peter Schlüter (63) offiziell seinen letzten Arbeitstag bei der Firma Elektro Klee. Und weil man jemanden nach mehr als 40 Jahren im Betrieb nicht einfach so sang- und klanglos in den Ruhestand verabschiedet, hatte sich das Team rund um Petra und Michael Klee etwas einfallen lassen.

Morgens um 8 Uhr, als Peter Schlüter gerade Brötchen holen wollte, standen sieben Firmenfahrzeuge vor seiner Haustür in Willingrade. Per Konvoi ging es zum Großflecken. „Ich war total perplex. Selbst meine Frau hat dichtgehalten“, gestand Peter Schlüter, als die Wagenkolonne dort eintraf.

Bevor er mit 25 aktuellen und ehemaligen Kollegen zum Frühstück ins Klatsch-Palais eingeladen wurde, musste Schlüter noch mitten auf dem Großflecken ein paar Glühbirnen überprüfen. „Sozusagen, als letzte Amtshandlung“, sagte Michael Klee. Es sei ein wenig Wehmut dabei, dass Peter nun gehe, denn „kann man anders, als ihn gern haben?“, fragte Klee. Er freut sich aber, dass Peter Schlüter der Firma auch nach seinem Renteneintritt als Mini-Jobber treu bleibt.

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