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Einfelder See : Mit Spiel und Spaß Schwimmen gelernt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Zwei Wochen lang übten 21 Kinder unter Anleitung der DLRG im Einfelder See für das Seepferdchen. Die Aktion der Initiative „Eika“ kam gut an.

shz.de von
erstellt am 13.Aug.2015 | 12:00 Uhr

Neumünster | Immer weniger Kinder können schwimmen, und immer häufiger kommt es zu Badeunfällen. Diese beiden erschreckenden Erkenntnisse und die Tatsache, dass der Einfelder See direkt vor der Haustür liegt, brachten Manfred Mierau auf eine Idee: „Ich wollte eine sinnvolle Ferienaktion mit Spiel und Spaß verbinden“, sagt der ehrenamtliche Helfer der Initiative „Eika – Einfeld für Kinder aktiv“ von der Kirchengemeinde. Herausgekommen ist ein zweiwöchiges Schwimmtraining mit der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) für Kinder aus dem Stadtteil am Strandabschnitt der Schanze, das morgen mit einem großen Fest zuende geht.

Die Premiere war ein großer Erfolg. Ursprünglich für 15 Kinder vorgesehen, nahmen jetzt 21 im Alter von 7 bis 13 Jahren teil. Einige wollen heute sogar das Seepferdchen-Abzeichen im Bad am Stadtwald schaffen.

Voller Elan sprangen die Kinder gestern ein letztes Mal in den rund 20 Grad warmen See. „Es ist immer wieder toll. Ich freue mich jeden Morgen auf den Schwimmunterricht“, sagte Charlotta (8). Tabea (10) stimmte ihr zu: „Es macht Spaß, auch wenn es manchmal ein bisschen anstrengend ist.“ Das Kommando im Wasser übernahm Bernd Czysch von der DLRG. Mit viel Geduld und einem Schwimmbrett erklärte er jedem einzelnen Kind die Bewegungsabläufe. Unter seiner Aufsicht durften die schon Geübteren dann sogar zu einer Boje etwas weitere draußen auf dem Wasser schwimmen. „Die Aktion ist wichtig und gut, denn wenn Kinder schwimmen können, passiert auch deutlich weniger“, sagte er.

An Land, vor der DLRG-Station, bauten Manfred Mierau und seine Helferinnen Benita Grobecker-Kersten, Brigitte Meyn, Katja Volkmann und Brigitte Stoffers unterdessen wie jeden Tag ein kleines Buffet mit Saft, Würstchen, Apfelstücken, Laugenstangen und Knabbereien auf. Denn ohne kleine Stärkung sollten die Kinder nicht wieder nach Hause. „Am Freitag soll es zum Abschluss noch eine kleine Party mit den Eltern geben. Die Kinder dürfen dann auch mit einem DLRG-Boot raus auf den See fahren“, verriet Mierau.

Die DLRG ist jetzt in den Ferien nach Auskunft von Wachleiter Björn Repenning täglich bei schönem Wetter mit 8 bis 14 Leuten abwechselnd an den Strandabschnitten Minigolfplatz und Schanze vertreten. 30 Rettungsschwimmer stehen auch dieses Jahr wieder zur Verfügung; und sie hatten auch schon einiges zu tun. „Neben den üblichen kleineren Verletzungen und Insektenstichen haben wir auch schon erschöpfte Surfer und Segelboote bei Flaute vor dem Gewittersturm vom Wasser geholt“, sagte Repenning gestern. Der bisher schwerste Einsatz war am benachbarten Wassersportzentrum. Dort rutschte vor wenigen Tagen ein Kind aus und kam mit Verdacht auf eine Gehirnerschütterung ins Krankenhaus.

Für Freude beim DLRG-Team sorgte in diesem Jahr ein neuer Defibrillator. Außerdem wurde eine Pforte zum benachbarten Strand eingesetzt. „Es gab leider immer mehr Besucher, die einfach über unser Grundstück gelaufen sind oder sich hier sogar aufgehalten haben. Wir sind aber eine Rettungsorganisation. Deshalb müssen die Wege jederzeit für den Notfall frei bleiben“, erklärt Repenning die Abgrenzungsmaßnahme.

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