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Holsteinischer Courier

18. August 2017 | 11:21 Uhr

Mit Schwung in die nächste Runde

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Eisstockschießen ist langweilig? Mitnichten! Mit nur einem Wurf kann die gesamte Stimmung kippen / Ein Erfahrungsbericht eines Neulings

84 Mannschaften nehmen in diesem Jahr beim Firmen-Eisstockturnier auf der Eisbahn teil, darunter auch zwei Teams des Holsteinischen Couriers. Vom letzten Vorrunden-Spieltag berichtet Courier-Redakteur Christian Lipovsek, der zum ersten Mal dabei ist.

Als die Kollegen fragten, ob ich dieses Jahr mal beim Firmen-Eisstockschießen auf dem Großflecken mitmachen möchte, musste ich nicht lange überlegen. So oft haben wir positiv über die Veranstaltung berichtet, da muss es doch Spaß machen, dabei zu sein, dachte ich, und stellte mich am Montagabend dieser sportlichen Herausforderung. Obwohl ich mich als „Zeitungsente 2.0“ nicht gerade geehrt fühlte. Aber lustige Team-Namen sind fast schon Pflicht.

Die Mannschaften an diesem Abend sind „alte Hasen“; man kennt sich. Viele Worte werden beim zehnminütigen Einwerfen nicht gewechselt, ein wenig wird gelästert. „Lass den Stock mal nicht fallen“, „Du warst auch schon mal besser“ oder „Das üben wir nochmal“ ist zu hören. Meine drei Kollegen und ich spielen gegen die „Klatsch Tanten“ und die „Bordsteinverbieger“.

Die Regeln sind einfach: Die Stöcke muss man möglichst nahe an die Daube, eine Gummischeibe am Ende der Eisbahn, schießen. Liegt ein Stock von der gegnerischen Mannschaft davor, schießt man ihn möglichst weg. Ist ein Stock vom eigenen Team am nächsten dran, versucht man, seinen ebenfalls gut im Zielfeld zu positionieren. Am Ende gewinnt, wer die meisten Eisstöcke am dichtesten an die Daube geworfen hat.

Der erste Durchgang gegen die „Klatsch Tanten“ verläuft optimal. Nach dem dritten Wurf habe ich den Schwung raus, meine Eisstöcke gleiten wunderbar ins Zielfeld. Den Durchgang gewinnen wir mit 5:1. Am Rande der Eisbahn herrscht bei den mitgereisten Fans der „Klatsch Tanten“ Resignation und Schweigen. Doch das ändert sich im nächsten Spiel. Die „Tanten“ drehen gegen die „Bordsteinverbieger“ auf; Eisstock um Eisstock landet im Zielfeld, am Ende steht der Sieg. Die Fans johlen und feuern an.

Im letzten Spiel unserer Mannschaft gegen die „Bordsteinverbieger“ reicht uns ein Unentschieden. Doch die Nerven flattern. Die ersten Stöcke landen im Aus. Die kräftigen Männer der gegnerischen Mannschaft wollen sich einfach nicht geschlagen geben und gewinnen am Ende mit 3:1.

Dann heißt es rechnen, denn alle Mannschaften in unserer Gruppe haben 2:2 Punkte, entscheidend ist nun die Quote. Sie berechnet sich, indem man die Zahl der geworfenen Stöcke durch die der gegnerischen Stöcke teilt. Und da sind wir tatsächlich am besten. Während das erste Courier-Team, die „Zeitungsenten 1.0“ bereits ausgeschieden ist, geht es für uns damit in die Zwischenrunde. Nun ist alles möglich. Der Spaß geht weiter, wir wollen ins Finale – und natürlich den Gesamtsieg!

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erstellt am 09.Dez.2015 | 00:36 Uhr

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