Boostedt : Mit Rechenspielen Kontakt knüpfen

Die Stiftung Rechnen übergab gestern eine Mathe-Willkommensbox an die Schule der Flüchtlingserstaufnahmestelle in Boostedt. Gemeinsam mit Ministerin Britta Ernst (rechts) und Maria von Glischinski (DRK-Einrichtungsleiterin) probierte ein Mädchen ein Rechenspiel aus.
Die Stiftung Rechnen übergab gestern eine Mathe-Willkommensbox an die Schule der Flüchtlingserstaufnahmestelle in Boostedt. Gemeinsam mit Ministerin Britta Ernst (rechts) und Maria von Glischinski (DRK-Einrichtungsleiterin) probierte ein Mädchen ein Rechenspiel aus.

Ministerin Britta Ernst überreiche gestern eine Mathe-Willkommensbox an die Kinder in der Erstaufnahme in Boostedt.

shz.de von
28. Oktober 2016, 17:00 Uhr

Boostedt | Mit Mathematik Menschen verbinden – das ist das Ziel der Stiftung Rechnen und des Bankenverbandes Schleswig-Holstein. Gemeinsam verteilen sie deshalb zurzeit die sogenannte „Math4Refugees-Willkommensboxen“ in den Flüchtlingsunterkünften im Land. Eine der Kisten, die verschiedene Spiele wie zum Beispiel Wabenpuzzles, Geo-Würfel und Bastelbögen enthalten, übergab gestern die Ministerin für Schule und Berufsbildung, Britta Ernst (SDP), in der Flüchtlingserstaufnahmestelle in Boostedt an den DRK-Betreuungsverein.

Ziel der Kampagne ist, das Rechnen zu nutzen, um den Kindern auch ohne umfassende Deutschkenntnisse die Kontaktaufnahme mit ihren Altersgenossen zu erleichtern und ihnen mithilfe der universellen Mathematik eigene Erfolgserlebnisse zu vermitteln.

„Unser System setzt nach wie vor auf eine durchgehende Sprachbildung im Bereich Deutsch als Zweitsprache. Deshalb wurde die Struktur der Daz-Zentren deutlich ausgedehnt. Und solche Initiativen tragen dazu bei, Sprachbarrieren zu überwinden und geflüchtete Kinder mit Bildungsangeboten zu fördern“, erklärte die Ministerin. Deshalb sei die Mathe-Box gute, praktische Integrationsarbeit, die Respekt verdiene und für die man sich nur bedanken könne, führte sie weiter aus.

Ebenfalls erfreut über das Geschenk äußerte sich die Einrichtungsleiterin Maria von Glischinski. „Wir freuen uns, so den Kindern eine weitere sinnvolle Beschäftigung anbieten zu können“, sagte sie. Zurzeit leben in Boostedt 60 Kinder und Jugendliche, von denen 48 regelmäßig von pädagogischen Mitarbeitern beschult werden.

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