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Boostedt : Mit Pfeil und Bogen über Stock und Stein

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

120 Bogenschützen aus Deutschland und Dänemark trafen sich zum Turnier in der Wolfsschlucht.

Boostedt | Aus ganz Norddeutschland, Bayern und aus Dänemark kamen gestern Morgen 120 Bogenschützen nach Boostedt, um an den sogenannten „Slight-Turtles“ teilzunehmen. Dabei handelt es sich um einen ganz besonderen Wettbewerb, der jährlich als 3D-Turnier angeboten wird.

Das Besondere an dieser weltweit ausgetragenen Turnierart ist, dass das Schießen der Jagd im Wald nachempfunden ist (der Courier berichtete). Also machten sich die Schützen in kleinen Gruppen auf den rund vier Kilometer langen Parcours über Stock und Stein, um die 22 Kunststoff-Tierattrappen „zu erlegen“, zu denen Fuchs und Hase ebenso zählten wie ein kapitaler Hirsch.

Das Interessante an diesem Wettbewerb sei, dass man sich in freier Natur bewege und die Entfernung zum Ziel nicht kenne, erklärten die Aktiven einen besonderen Anreiz des Turniers.

„Das ist eine Herausforderung, die man im normalen Bogenschießen nicht hat, da die Scheiben dabei in bestimmten Abständen stehen“, erklärte der Boostedter Thorsten Labod (47), der am Sonntag vor dem großen Wettkampf beim Turnier des Norddeutschen Schützenbundes in Heikendorf mit seinem Langbogen sogar den Titel des Landesmeisters errungen hatte.

Neben den klassischen Bögen kamen jedoch in der Wolfsschlucht auch modernste, futurisch anmutende sogenannte Compoundbögen mit Umlenkrollen, Visier und besonderen Haltegriffen zum Einsatz. Einen solchen hatte auch Andreas Krause bei dem Wettkampf in Boostedt mit dabei. Der Bad Bramstedter nahm das erste Mal am Wettbewerb teil.

„Das Gelände hier ist wirklich nicht einfach, und beim Anvisieren muss man sich sehr konzentrieren, da die Ziele in der Umgebung des Waldes ganz anders wirken als auf einem freien Platz. Aber gerade das finde ich richtig spannend“, erzählte der 53-Jährige, der ebenso wie alle anderen Teilnehmer am Ende den „Jagdausflug“ in gemütlicher Runde ausklingen ließ.

Ebenfalls zufrieden mit dem Verlauf des Turniers war der erste Vorsitzende des Vereins, Torsten Fürstenwerth. „Wie in jedem Jahr war die Teilnehmerliste voll. Und dies, obwohl zurzeit in Hohegeiß (Harz) die Europameisterschaften laufen“, erklärte er nicht ohne Stolz.

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