Boostedt : Mit Pfeil und Bogen auf der Pirsch

Klaus Peter Frahm schätzt am 3-D Bogenschießen den hohen Erholungswert.
Klaus Peter Frahm schätzt am 3-D Bogenschießen den hohen Erholungswert.

110 Bogenschützen trafen sich zum Turnier in der Wolfsschlucht. Geschossen wurde auf 3 D-Tierattrappen.

shz.de von
28. Juli 2015, 08:00 Uhr

Boostedt | Aus ganz Norddeutschland, Rheinland-Pfalz und aus Dänemark kamen 110 Bogenschützen nach Boostedt zu den „Slight-Turtles“, um an dem jährlich ausgetragenen 3D-Turnier für Bogenschützen teilzunehmen. Der Boostedter Verein „Slight-Turtles“ wurde 2010 gegründet und hat erst seit Kurzem ein kleines Übungsgelände in der Wolfsschlucht. Der acht aktive Schützen zählende Verein hat es zusammen mit einigen Helfern auch dieses Jahr geschafft, ein Turnier mit geradezu familiärer Atmosphäre auf die Beine zu
stellen.

Das Besondere an dieser weltweit ausgetragenen Turnierart ist, dass das Schießen der Jagd nachempfunden ist. Die Schützen gehen in Gruppen von etwa fünf Leuten einen Parcours durchs Gelände ab, in dem 22 der 3D-Tierattrappen aufgestellt sind, die aus unbekannter Entfernung geschossen werden müssen.

Außer der gemeinschaftlichen Atmosphäre zieht die Schützen vor allem die Natur an. „Das ist vielleicht so wie Golf spielen“, meint der erste Vorsitzende Berndt Cordes. Auf einer abwechslungsreichen Strecke durch den Wald stoppen die Bogenschützen bei unterschiedlichen Stationen, stellen den Bogen ein, spannen an, zielen und treffen, meistens zumindest, die aus Kunststoff hergestellten Tierattrappen. Auf diesen Kunststofftieren gibt es drei Trefferzonen: Kill, Außenkill und Körpertreffer. Ähnlich wie beim Dart gibt es für ein „Kill“ mehr Punkte als für einen „Körpertreffer“.

Die Bögen reichen von dem selbstgebauten Bogen bis hin zu Compoundbögen mit Flaschenzugtechnik, Visier und besonderen Haltegriffen. So unterschiedlich die Bögen sind, so individuell sind die Schützen unterwegs. Gekleidet in normaler Freizeitkleidung bis
hin zu einem Robin-Hood-ähnlichen Outfit.

Klaus Peter Frahm, Bowsniper Kellinghusen, kam über seine Kinder zum Bogenschießen. „Ich bin selbstständig und bekomme beim Bogenschießen in der freien Natur sehr schnell den Kopf wieder frei“, sagt Frahm.

Bei diesem Turnier gab es auch Gewinner. Folgende Bogenschützen waren erfolgreich: Morton Grube (SV Felm) gewann in der Gruppe Schüler Jagdbogen, Wiebke Schwardt (TSV Holsteinische Schweiz) in der Gruppe Damen Jagdbogen, Sabine Teichgräber (Kyfhäuser Gockels) in der Wertung Damen Longbow, Heinz Christensen (Heikendorfer SV) bei Herren Compound unlimited, Jochen Otten (Eiderstedter Bogenschützen) bei den Herren Jagdbogen und Jürgen Heineking (Bowsniper Basten) in der Wertung Herren Longbow. 







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