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Schüler-Kunst-Preis : Mit moderner Kunst auf Platz 4

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Klaus-Groth-Schüler waren beim Evonik-Jugend-Kunstpreis in Duisburg dabei / 20 Klassen aus ganz Deutschland nahmen teil

shz.de von
erstellt am 04.Feb.2015 | 05:00 Uhr

Neumünster | Zwar hat es für einen ersten Platz nicht gereicht, aber so eine bundesweite Auszeichnung bekommt eine Klasse nicht jeden Tag: Elf Schüler der Klaus-Groth-Schule (KGS) fuhren jetzt zur Preisverleihung des Evonik-Jugend-Kunstpreises „Jugend interpretiert Kunst“ nach Duisburg zum Museum Küppersmühle. Es ist der höchstdotierte Schüler-Kunstpreis deutschlandweit. Mit ihren Kunstwerken hatten sich die KGS-Schüler beworben und schafften einen vierten Platz – insgesamt 20 Schulen nahmen teil. Beworben hatten sich mehrere tausend Schulen aus ganz Deutschland. Die Schüler und ihre Kunstlehrerin Ute von Bülow sind durchaus stolz.

Etwa 1000 Menschen versammelten sich zur Verleihung. „Auch ein Oberbürgermeister war sich nicht zu schade, und auch andere hoch dotierte Leute haben sich die Zeit genommen, das war beispielhaft“, sagt die Kunstlehrerin. Erschienen waren unter anderem Sören Link, Oberbürgermeister der Stadt Duisburg, Walter Smerling, Direktor des Museums, Markus Langer, Leiter des Konzernmarketings von Evonik Industries und Jurysprecher Coordt von Mannstein. Träger des Projekts ist die Bonner Stiftung für Kunst und Kultur. Die Werke aller 20 teilnehmenden Klassen wurden in der riesigen Halle in „Räumen“ präsentiert. „Es war total spannend zu sehen, wie andere Schulen das umgesetzt hatten. Manche haben auch Gruppenbilder gemacht oder Einzelbilder, die sich zu einem großen Ganzen zusammensetzten“, erinnert sich Schülerin Kaya Mareike Bein (16). Was Lehrerin und Schüler gleichermaßen beeindruckte: „Die Offenheit und Ernsthaftigkeit, mit der die Schüler-Kunst angenommen wurde.“ Jasper Jödicke (17): „Ich fand es beeindruckend, meine und unsere Bilder in einem Museum neben Picasso oder Gerhard Richter zu sehen.“ Schülerin Vivian Ahuis lobt: „Ein sehr schöner Abend, wir konnten auch viele Kontakte zu anderen Schülern knüpfen.“ Dass es nur knapp am mit 1000 Euro dotierten dritten Platz auf Platz vier ging, findet die Klasse nicht schlimm. Vivian Ahuis: „Dabei sein ist alles.“

Die Werke der KGS-Schüler widmeten sich dem nicht einfachen Thema „Informel“, einer Kunstform nach 1952, bei der der Malvorgang im Zentrum steht. Entstanden war diese Richtung durch vom Zweiten Weltkrieg traumatisierten Künstler, die beschlossen, nichts abzubilden, weil sie das Grauen nicht darstellen wollten. Die Klasse war sich einig: „Das war viel schwieriger als gegenständliche Malerei.“ Bereits in den Sommerferien hatten die Schüler das Museum Küppersmühle besucht und waren beeindruckt von den vielen großformatigen Werken beispielsweise von Anselm Kiefer, der für seine „Sternlager“-Bilder Sonnenblumenkerne und Baumrinde verwendete. Auswirkungen hat das Projekt mit Sicherheit auf den weiteren Kunstunterricht. „Die Schüler haben eine Menge dort gelernt. Das wird auch ein Abiturthema sein“, sagt Ute von Bülow.

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