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Tauchclub Orca-Divers : Mit Maske, Schnorchel und ganz viel Spaß

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Tauchclub Orca-Divers feiert sein 20-jähriges Jubiläum. 24 Mitglieder zählt der Verein aktuell.

shz.de von
erstellt am 23.Okt.2014 | 12:00 Uhr

Neumünster | Es ist das Jahr 1994. Der amerikanische Film „Free Willy – Ruf nach Freiheit“ feiert weltweit große Erfolge und der Tauchsport erlebt einen Boom. „Der Film war zwar nicht ausschlaggebend für die Gründung unseres Vereins – vielmehr waren wir acht Tauchlehrer, die zusammen trainieren wollten – aber ,Free Willy‘ hat uns viele Mitglieder gebracht“, erzählt Thorsten Knaack von den Orca-Divers. „Wir hatten am Anfang sogar überlegt, unseren Verein ,Free Willy‘ zu nennen. Doch mit dem männlichen Vornamen waren die meisten weiblichen Mitglieder nicht einverstanden“, erinnert sich Knaack.

Der ausgebildete Tauchlehrer gehört zu den Gründungsmitgliedern des Vereins und unterrichtet seine Zöglinge während der Trainingszeiten in Theorie und Praxis. Auch wenn die meisten Mitglieder den Tauchsport während einer Urlaubsreise für sich entdeckt haben, zum echten Tauchvergnügen führt nur ein regelmäßiges Training. Da sind sich alle 24 Vereinsmitglieder sicher.

Christof Olbinski hat diese Erfahrung bereits gemacht. „Ich bin 1997 das erste Mal in der Dominikanischen Republik getaucht. Vier bis fünf Meter ging es für uns Anfänger in die Tiefe. Die Fische tummelten sich aber auf zehn Metern Tiefe. Da hab ich mir gesagt: Christof, jetzt musst du richtig tauchen lernen“, erinnert sich der 1. Vorsitzende der Orca-Divers. In Thorsten Knaack habe er seinen Meister gefunden, schmunzelt Olbinski. Auch Claudia und Volker Hoefs loben Knaacks umfassende Ausbildung. „Vier bis fünf Tauchgänge im Urlaub geben nur einen Eindruck. Um die Faszination des Tauchens zu erfahren, muss man seinen Körper kennenlernen, Höhen konstant halten können und sich mit den Pressluftgeräten vertraut machen“, weiß Claudia Hoefs nach jahrelanger Taucherfahrung. Für die Neumünsteranerin bedeutet das: Üben, üben, üben. Aber das nimmt sie gerne in Kauf, denn das Training verläuft „immer in lockerer, familiärer Atmosphäre“, berichtet Hoefs. Sie und ihr Mann tauchen seit 2001. Anfangs waren sie Mitglieder in einem anderen Verein, aber dort kam es immer wieder zu Querelen. Seit fünf Jahren sind die beiden rundum zufriedene Orca-Divers.

Das Training am Dienstagabend im Bad im Stadtwald verpassen die beiden nur selten. Von 19 bis 20 Uhr wird mit Maske, Schnorchel und Flossen trainiert, danach ist eine Stunde Ausbildung angesagt. Jeden ersten Dienstag im Monat bringen die Orca-Divers ihre sechs vereinseigenen Druckluftgeräte für Tauchübungen mit ins Bad. Denn natürlich tauchen die Unterwassersportler nicht nur im Stadtbad. Bis zu 20 Mal im Jahr reist der Verein ins dänische Gammel Allbo. Hier bewundern die Sporttaucher in einer Tiefe von bis zu 40 Metern die Unterwasserwelt der Ostsee. Auch der Plöner See und der Kreidesee Hemmoor im Landkreis Cuxhaven gehören zu beliebten Ausflugszielen. „Das Wetter ist beim Tauchen zweitrangig“, findet Thorsten Knaack. „Faszinierend ist das Gefühl der Schwerelosigkeit, der absoluten Stille und die Möglichkeit sich dreidimensional im Raum bewegen zu können.“ „Nachbar“ auf Seite 9



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