Schultheater-Festival : Mit Lachen gegen das Fluchen

„Als die Tiere die Schimpfwörter leid waren“ ließen sie sich etwas einfallen, um die Kinder zu bekehren. Die Schlange etwa brachte die Kinder zum   Lachen und Tanzen.
„Als die Tiere die Schimpfwörter leid waren“ ließen sie sich etwas einfallen, um die Kinder zu bekehren. Die Schlange etwa brachte die Kinder zum Lachen und Tanzen.

Vicelinschule überzeugte in der Stadthalle mit einem fröhlichen Musical – und ansteckender Spielfreude

shz.de von
14. Juni 2014, 10:00 Uhr

Neumünster | Eine besondere Premiere bot die rappelvolle Stadthalle am Freitag den rund 370 Gästen: Die Theater-AG der Vicelin-Schule führte unter der Leitung von Brigitta Wolos das Kindermusical „Als die Tiere die Schimpfwörter leid waren“ auf.

18 Kinder der dritten und vierten Klassen haben ein Jahr lang ihre Texte gelernt, Tänze einstudiert und sich im Gesang erprobt. „Wir haben einmal wöchentlich geprobt und konnten während dieser Schultheaterwochen sogar zweimal auf der Bühne üben“, erzählt die Musiklehrerin. Etwa 20 Kinder der Klassen 3a und 3b unterstützten die Schauspieler mit Gesang: „Den Chor haben wir heute morgen schnell eingearbeitet“, fügte die Lehrerin hinzu.

Abwechslungsreiche Musikstücke, herrlich bunte, selbstgenähte Kostüme und viel, viel Freude beim Spiel brachten fröhliche Stimmung in den Saal.

Eine knappe Stunde lang wurden die kleinen und großen Zuschauer darüber unterrichtet, dass die Tiere es satt haben, dauernd von den Kindern als Schimpfnamen benutzt zu werden. Wie dies zu unterbinden ist, wird die weise Eule Eulalia befragt. Die hat einen guten Rat: „Wir können nur etwas erreichen mit Lachen und Magie“ war die schlaue Antwort, und letztlich ging der Plan auch auf.

Die Eule hat Chantal (9) aus der 3b der Vicelin-Schule gespielt. Nach der Vorführung sagte sie : „Das Musical hat mir sehr viel Spaß gemacht. Am besten hat mir das Tanzen gefallen. Und ich glaube, ich werde nicht mehr fluchen.“

Und nicht nur die Eltern, auch die jungen Gäste waren ganz angetan : „Ich fand es toll!“ sagte Justin (5) aus Negernbötel begeistert. Allerdings scheint der erzieherische Effekt nicht ganz erreicht: „Am besten fand ich das Schimpfen“ fügte er lachend hinzu.

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