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Grossflecken : Mit Kunstharz gegen die Stolperfallen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Stadtverwaltung will den Großflecken fußgängerfreundlich machen. Bauausschuss soll über Feldversuch entscheiden

von
erstellt am 01.Apr.2014 | 06:45 Uhr

Die Stadt unternimmt einen neuen Anlauf, den Großflecken fußgängerfreundlicher zu machen. Zur Verkehrssicherung will der Fachdienst Tiefbau die Fugen des Granitpflasters vor dem Zugang zur Lütjenstraße mit einem speziellen Kunstharz-Mörtel ausgießen und anschließend das Pflaster abschleifen lassen.

Einen entsprechenden Vorschlag will Tiefbau-Chef Ralf-Joseph Schnittker am kommenden Donnerstag, 3. April, im Bauausschuss vorstellen. Das Pflaster des Großfleckens werde dadurch nicht plan, aber besser begehbar, ohne das Gesamtbild der Granitpflasterung zu stören, hofft der Baufachmann.

Erste kleine Musterflächen hatte die Verwaltung noch im vergangen Jahr vorgestellt, jetzt soll die Kunstharz-Lösung im Feldversuch erprobt werden. Die Test-Fläche zwischen den Pavillons und dem Eingang zur Lütjenstraße ist dabei nicht zufällig gewählt: Im Laufe der Zeit sind die Fugen im verlegten Kleinpflaster in diesem Bereich besonders tief ausgewaschen, die Pflasterung ist hier besonders stolperanfällig. Andererseits wird der Platz rund um dem Brunnen mit dem Kleinen Prinzen besonders stark von Passanten frequentiert.

Die Kosten für das Verfugen und einmalige Abschleifen der Oberflächen werden sich Schnittker zufolge auf etwa 125 000 Euro belaufen. Im ersten Versuchen hatte die Stadt kleine Testflächen auch mehrmals abschleifen lassen. Die Begehbarkeit werde dadurch aber nicht mehr wesentlich verbessert, sagte Schnittker und rät daher von weiteren Arbeitsgängen am indischen Granit ab. Sollte das Verfahren auf den gesamten Großflecken ausgedehnt werden, würden die Kosten pro Quadratmeter aber deutlich sinken, sagte Schnittker.

Um sich ein eigenes Bild machen zu können, trifft sich Bauausschuss am Donnerstag vor der eigentlichen Sitzung im Rathaus vorab zum Ortstermin um 17 Uhr an der Lütjenstraße. Am 9. April soll das Konzept im Stadtteilbeirat Stadtmitte vorgestellt werden, bevor der Bauausschuss dann (voraussichtlich) im Mai über den Feldversuch entscheidet.

Spannung verspricht im Ausschuss erneut die Debatte über den geplanten Kreisverkehr auf dem Knotenpunkt Max-Johansen-Brücke /Rendsburger Straße. Nachdem Bund und Land eine finanzielle Beteiligung am Kreisel abgelehnt haben (der Courier berichtete), erwartet die Verwaltung jetzt ein klares Signal, wie sie weiter verfahren soll. Sollte der Kreisel weiter verfolgt werden, müsste die Stadt jetzt die gesamten Kosten für den Ausbau der Kreuzung stemmen. Bislang war man von einem Viertel der Kosten ausgegangen. Um die Chancen für den Kreisel auszuloten, hatte die Stadt die geplanten Fahrbahnsanierugen auf der Kreuzung und in der Rendsburger Straße zunächst auf Eis gelegt – sehr zum Ärger der SPD, die in der Abstimmung über den Kreisverkehr im Bauausschuss unterlegen war.

Weitere Themen im Bauausschuss:

>Verkauf der Bürgergalerie in der Esplanade (Antrag der CDU)

> Fahrradstation am Bahnhof (Antrag Grüne und SPD)

>Bebauung auf Gelände des ehemaligen Kirchenkreis-Jugendheims

>Baumpflanzungen an der Uferpromenade am Teich

>Klimaschutzkonzept für Neumünster

>Neues Parkhaus für das DOC an der Ecke Oderstraße/Saalestraße

Der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss trifft sich am kommenden Donnerstag, 3. April, um 17 Uhr zum Ortstermin vor Tchibo an der Lütjenstraße. Anschließend tagt er im Neuen Rathaus, Sitzungssaal 2.5.

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