Neumünster : Mit Kooperation gepunktet

Zwei Neumünsteraner Schulen bekommen Geld vom Bund zur Förderung von begabten Schülern.
Zwei Neumünsteraner Schulen bekommen Geld vom Bund zur Förderung von begabten Schülern.

Die Klaus-Groth- und die Timm-Kröger-Schule bekommen Gelder aus dem Begabten-Förderprogramm „Leistung macht Schule“.

meyer_gunda the real-.jpg von
05. Februar 2018, 09:55 Uhr

Die Klaus-Groth- und die Timm-Kröger-Schule sind zwei von zehn Schulen im Land, die vom Begabten-Förderprogramm „Leistung macht Schule“ profitieren. Insgesamt 125 Millionen Euro sollen innerhalb der kommenden zehn Jahre an 300 Schulen in Deutschland fließen, mit dem Ziel, die Entwicklungsmöglichkeiten der leistungsstarken Schüler zu fördern. Das sind durchschnittlich 20 Prozent der Schüler an einer Schule.

Um eine Summe aus diesem Topf zu bekommen, mussten die beiden Neumünsteraner Schulen ein Konzept vorlegen. „Das sind bislang erste Ideen, nun geht es an die konkrete Ausgestaltung“, erklärte Jörg Jesper, Schulleiter der Klaus-Groth-Schule. Er holte sich bei der Auftaktveranstaltung in Berlin erste Anregungen. „In den 21 Teilprojekten gaben uns die Wissenschaftler Impulse, unter anderem, wie man die Begabung bei den Schülern feststellt oder was man konkret fachlich umsetzen kann.“

Dass ausgerechnet die Klaus-Groth- und die Timm-Kröger-Schule für das Programm ausgesucht wurden, führt Jesper auf die enge Kooperation der Grundschule und des Gymnasiums in zwei wesentlichen Punkten zurück: „Wir wollen den Übergänge von der Grundschule in die Orientierungsstufe verbessern“, so Jesper. Auch Kinder, deren Eltern nicht so viel Geld für eine Begabten-Förderung haben, sollen unterstützt werden.

Der zweite Grund sei die intensivere Zusammenarbeit in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). „In dem Bereich kooperieren wir bereits: Unsere Schüler erarbeiten mit Hilfe der Gymnasiasten naturwissenschaftliche Phänomene“, erklärt Martina Behm-Kresin, Schulleiterin der Timm-Kröger-Schule. Die Grundschule wünsche sich außerdem, sich im Rahmen dieses Programms im Bereich Medien besser aufstellen zu können. Die Klaus-Groth-Schule überlege ihrerseits, ein Mentoren-Programm zu starten, bei dem einzelne Talente begleitet werden. „Das können Eltern ebenso sein wie Studierende, Professoren oder ältere Schüler“, sagte Jesper.

Welche Ansätze letztlich umgesetzt werden, sei abhängig von Geld und Personal, so Martina Behm-Kresin Wie hoch die Förderung ist, wissen die Schulen noch nicht.

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