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Kunstflecken : Mit einem Konzert im Teich fing es an

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Kunstflecken wurde traditionell mit der Art-Tour eröffnet

shz.de von
erstellt am 08.Sep.2014 | 08:00 Uhr

Das war ein gelungener Auftakt des Kunstfleckens mit etwa 400 Besuchern: Wie bereits in den Jahren zuvor, wurde auch der 16. Kunstflecken am Freitagabend mit der Art-Tour eingeläutet. Die Tour startete diesmal am Teich-Ufer an der Kieler Brücke – in Sichtweite der Verkehrsinsel im Teich.

Die schwimmt dort inklusive Ampel und Mülleimer vermeintlich fehlplatziert. Das Ganze ist eine Kunstinstallation mit dem Namen „Verkehrsfluss“, mit der der Hamburger Künstler Swen Kählert sich am Kunstflecken beteiligt. „Er war einer von 65 Künstlern, die auf eine Ausschreibung geantwortet haben, sich mit dem Lebensraum Stadt auseinander zu setzen“, erzählte die Kunstflecken-Organisatorin Johanna Göb den Zuhörern. Der Zuschlag fiel einstimmig für das Kunstwerk des Hamburgers. „Der Verkehrsfluss wird in Neumünster zurzeit neu definiert“, sagte Göb weiter.

Als Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras von dem Projekt erfuhr, war seine erste Reaktion: „Na, super! Verkehrsdebatten haben wir ja zur Genüge, und viele Neumünsteraner sind Verkehrsexperten, die alle eine Meinung haben“, sagte er am Freitag. Er zeigte sich aber angetan von der Installation auf dem Teich, „die sich humorvoll und kreativ mit dem Thema auseinandersetzt.“

Überrascht wurden die Betrachter der Verkehrsinsel, als plötzlich Musik er-klang. Die Sängerin Joe Bel, die später am Abend noch in der Werkhalle musizieren sollte, wurde vom Bühnenmeister des Theaters mit einem Paddelboot zum Kunstobjekt geschippert. Aus dem Boot heraus sang die Musikerin, gut verpackt in einer Rettungsweste, für die Besucher. Das kam gut an.

Die zweite Station der Art-Tour war die Bürgergalerie an der Esplanade. Hier zeigt der junge Maler Aaron Rahe aus Berlin seine Ausstellung „Somewhere over the rainbow blue birds fly“. Er zeigt Figuren fast schon im Comic-Stil, die auf ironische Art politisch sind. „Meine Bilder sind erzählerisch, sie enthalten aber keine ganzen Geschichten, sodass sie rätselhaft bleiben. Ihre Doppeldeutigkeit sorgt dafür, dass das Betrachten nicht langweilig wird“, sagte der Künstler.

Im Anschluss führte die Art-Tour in die Werkhalle an der Klosterstraße, wo Joe Bel mit einem Konzert für einen gebührenden Ausklang sorgte. „Sie kennen mich noch. Ich saß vorhin im Boot. Es war eine Premiere für mich. Für sie hoffentlich auch“, sagte die 27-jährige Französin, bevor sie die Besucher in der vollbesetzten Werkhalle mit ihrer warmen Stimme in ihre eigene, schöne musikalische Welt entführte.


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