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Zeitung in der Kindertagesstätte : Mit der Tageszeitung gehen die Kinder auf Weltreise

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

30 Fünf- und Sechsjährige aus drei Gruppen nehmen an dem Projekt „Zeitung in der Kindertagesstätte“ (Zikita) teil.

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erstellt am 23.Feb.2017 | 11:00 Uhr

Neumünster | Wenn die Kinder aus der evangelischen Andreas-Kindertagesstätte in Tungendorf morgens den Holsteinischen Courier durchblättern, gibt es immer viel zu erzählen. Seit zweieinhalb Wochen nehmen 30 Fünf- und Sechsjährige aus drei Gruppen an dem Projekt „Zeitung in der Kindertagesstätte“ (Zikita) teil und beschäftigen sich gemeinsam mit ihren Erzieherinnen Doreen Kühl, Julia Lieck und Carmen Gloe mit den unterschiedlichen Themen, die sie auf den Seiten finden. „Heute Morgen hat ein Junge das Bild eines Frachters im Wirtschaftsteil entdeckt und gleich gefragt, wo der denn so hinfährt. Da haben wir dann die Weltkarte geholt und gemeinsam geschaut, wo Hamburg liegt und wo Hongkong ist“, berichten die Erzieherinnen.

Genau diese Momente machen für sie den Charme des Projektes aus. „Es entsteht immer schnell eine Diskussion. Wir lassen die Kinder einfach fragen und philosophieren“, erzählen sie.

Für viele Mädchen und Jungen ist allein das Blättern der großen Seiten schon eine motorische Herausforderung. „Das Wischen auf einem Tablet können fast alle problemlos. Aber in einer richtigen Zeitung blättern, das haben viele noch nie gemacht“, wissen die drei Kolleginnen.

Doch mittlerweile klappt das ganz gut. Konzentriert sucht Josefine (6) Bilder der Sympathiefiguren Piet und Paula sowie Tierfotos im Courier, schneidet sie aus und klebt sie in ihr Projektheft. Marlon (6) sitzt neben ihr und sucht lieber nach Fußballbildern.

Aber auch zum Basteln ist die Zeitung prima. Für das Faschingsfest wurden bereits Puschel und Ketten als Dekoration hergestellt. Ein Junge hat sich außerdem eine Rakete gebaut – zuvor hatte er ein Foto davon in der Zeitung entdeckt.

In zwei Jahren wollen die Erzieher auf jeden Fall wieder beim Zikita-Projekt dabei sein, so wie sie es in den vergangenen Jahren auch regelmäßig waren. „Wir sind von Anfang an dabei und wollten das Projekt unbedingt haben“, erzählt Doreen Kühl rückblickend. Nachdem sie vor vielen Jahren von dem sh:z-Projekt „Zeitung in der Schule“ gelesen hatten, wünschten sich die Erzieherinnen der Andreas-Kita ein ähnliches Angebot für ihre Vorschüler. „Wir haben damals beim Verlag in Flensburg angerufen und gefragt, ob man so etwas nicht auch für Kitas machen kann“, erzählen sie. Einige Zeit später gab es Zikita. „Wir haben das Projekt vielleicht nicht erfunden, aber wir haben es sicher mit angestoßen“, sagen Doreen Kühl, und ihre Kolleginnen. Und darüber sind sie heute noch froh.

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