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Kinder-Technik-Akademie : Mit der Seilbahn durch das Museum

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Zwölf Teilnehmer der Kinder-Technik-Akademie stellten im Tuch + Technik ihre Ergebnisse vor. Ihre Werke entstanden aus altem Elektroschrott.

von
erstellt am 11.Apr.2015 | 08:15 Uhr

Neumünster | Die Empore des Museums Tuch + Technik glich in den vergangenen Tagen einem Schrottplatz. Auf großen Tischen stapelten sich hier alte Radios, Heißklebepistolen und unzählige Kabel in allen Größen und Farben. Zum 15. Mal fand in den Räumen am Kleinflecken die Kinder-Technik-Akademie statt – und die zwölf Teilnehmer konnten es gestern kaum erwarten, ihre Ergebnisse zu präsentieren.

Die kreative Woche stand in diesem Jahr unter dem Motto „Aus Alt mach Neu – junge Tüftler basteln mit Elektroschrott“. Projektleiter Johannes Krüger (33) hatte zusammen mit dem Museum einen bunten Fundus aus alten Plattenspielern, Telefonen und Lampen zusammengestellt, aus dem sich die Kinder bedienen durften. „Wir haben dann gemeinsam geschaut, welche Teile wir aus den Geräten ausbauen und anderweitig verwenden können“, erklärte der Elektrotechniker.

Die Ergebnisse, die dabei zustande kamen, konnten sich sehen lassen. Zu den Höhepunkten gehörte eine Seilbahn, die sich quer durch das Museum zog. Verwendet wurde dafür das Gehäuse eines alten Aktenschredders, und als Antrieb fungierte der Motor einer elektrischen Massagematte. Für den Schalter wurde ein Bauteils eines Routers verwendet.

Voller Begeisterung betrachtete Ansgar (11) gestern das fertige Werk, das er mit drei anderen Teilnehmern auf die Beine gestellt hatte. „Ich freue mich total, dass das Ergebnis so gut geworden ist. Aber ich hätte vorher nicht damit gerechnet, dass die Aufgabe so schwer ist“, sagte er schmunzelnd.

Der Renner bei den Mädchen waren die sogenannten Krabbeltierchen, die aus einer alten Spülbürste und einem kleinen Elektromotor hergestellt wurden und wieselflink über die Tische fegten. Die elfjährige Mea war so angetan von ihrem Tierchen, dass sie gleich ein zweites bastelte und bunt verzierte. Für die Neumünsteranerin war es die erste Teilnahme an der Kinder-Technik-Akademie: „Ich wusste eigentlich gar nicht, was mich hier erwartet, aber es macht total Spaß“, sagte sie begeistert. Deutlich mehr Erfahrung hatte Martin (14). Aus einzelnen Solarzellen und Akkus baute er sich eine Solarlampe. „Ich interessiere mich dafür, wie man auch ohne die Stadtwerke Strom herstellen kann, quasi als Selbstversorger. Das passiert hier zwar nur im Kleinen, aber es ist schon mal ein Anfang“, sagte er.

Genau diese kleinen Anfänge sind es, die bei der stellvertretenden Museumsleiterin Karin Ruhmöller Begeisterung auslösen: „Unser Ziel ist es, die Kinder auf spielerische Art und Weise an den Umgang mit Technik heranzuführen und möglicherweise sogar ein langfristiges Interesse dafür zu wecken.“

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