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Baustelle Museumsvorplatz : Mit der Fräse durchs Gewirr der Rohre

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Bauarbeiten zur Öffnung der Schleusau gehen voran. In zwei Wochen rücken die Rammen an. Gegenüber in der Bahnhofstraße werden Fernwärmerohre auf Vorrat verlegt.

Neumünster | Die Bauarbeiten zur Öffnung der Schleusau vor dem Museum Tuch + Technik nehmen wieder Fahrt auf. Nachdem überraschende Rohrfunde im Untergrund – die Leitungen waren auf keinen Plänen verzeichnet – die Tiefbauarbeiten vorrübergehend ausgebremst hatten, wird es auf der Baustelle jetzt wieder wuselig.

Spezialisten der Firma Max Huss sind derzeit dabei, auf rund 160 Metern längs zur Straße ein zusätzliches Leerrohr durch den Untergrund zu treiben. Ein 26 Zentimeter breiter Bohrkopf frisst sich dabei an einem Gewirr von Rohren und Leitungen vorbei bis zu sechs Meter tief durch den Untergrund. In seinem Schlepp wird heute ein 16 Zentimeter dickes Leerrohr eingezogen, das wiederum eine Glasfaserleitung und Steuerkabel der Stadtwerke aufnehmen soll. Die bisherigen Leitungen liegen bei der Öffnung der Schleusau im Weg und müssen deshalb umgelegt werden.

Nach umfangreichen Vorbereitungen sollen in den nächsten Tagen dann endlich auch die Sondierungsbohrungen rund um die künftigen Schleusböschung beginnen. Eine Fachfirma aus Neumünster wird das Terrain vor der Stadthalle dabei nach möglichen Munitionsresten im Untergrund durchleuchten. Das ist wichtig, weil bei den Schachtarbeiten und der Sicherung des Uferbereich schwere Spundwände in die Böschung getrieben werden. Die Sondierungsbohrungen waren vor vier Wochen zunächst ausgesetzt worden, nachdem man im Untergrund auf die unbekannten Rohre gestoßen war (der Courier berichtete).

Läuft alles nach Plan, sollen ab 22. September die Rammen anrücken. Dann wird es für Autofahrer eng: Um Platz für die schweren Maschinen zu schaffen, wird die Baustellenabsperrung in die Straße verlegt. Der Schleusberg vor den Museum wird halbseitig gesperrt, die Straße Richtung Innenstadt zur Einbahnstraße. Der stadtauswärts fließende Verkehr wird über Wasbeker Straße / Hansaring umgeleitet. Die Regelung wird voraussichtlich etwa 14 Tage dauern, kündigte gestern Thomas Lange an, der die Baustellen für die Stadt koordiniert. Sowie die Rammen wieder abgerückt sind, soll auch die Absperrung wieder auf den Bürgersteig zurückgezogen werden. Die Planer hoffen, dass sich die Rückstaus am Schleusberg in Grenzen halten, da es auf der Kreuzung ja keine Linksabbieger in die Bahnhofstraße gibt.

In der Bahnhofstraße selbst sind nach Abschluss der Kanalarbeiten jetzt die Bautrupps der Stadtwerke unterwegs. Sie nutzen die offene Baugrube vom Schleusberg bis in Höhe Orthopädie Stüben, um ihre neue Fernwärmeleitung unter die Erde zu kriegen. Unmittelbar danach soll die Straße geschlossen und mit dem Endausbau der neuen Bahnhofstraße begonnen werden. Ausgespart bleibt lediglich die künftige Zufahrt zur Holsten-Galerie. „Wir hoffen, die Bahnhofstraße Ende Oktober freigeben zu können“, kündigte Lange an.

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erstellt am 09.Sep.2014 | 06:00 Uhr

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