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Mensch des Jahres : Mit dem Turmkonzert und Marmeladen Kindern helfen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Horst Schrinner (73) organisiert das Benefizkonzert am Heiligabend / „Kinder sind unsere Zukunft“

von
erstellt am 12.Nov.2014 | 08:00 Uhr

Neumünster | Im 16. Jahr organisiert Horst Schrinner das Turmkonzert am Heiligabend für einen guten Zweck, seit 2008 nach seiner Pensionierung kocht er selbstkreierte Marmeladen und sammelt Spenden für die Kindertafel und um bedürftige Kinder mit Wintergarderobe einzukleiden. „Es ist wichtig, etwas für Kinder zu tun, denn sie können nichts dafür, wenn sie Sorgen und Probleme haben. Sie geraten unverschuldet im Problemsituationen“, sagt der 73-Jährige, der in Ruthenberg wohnt und den Neumünsteranern außerdem unter anderem als langjähriger Chef von McDonalds und Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft Innenstadt (AGI) bekannt ist.

Wenn er nach einer Leitlinie gefragt wird, zitiert Schrinner gerne Ray Kroc, den Gründer von McDonalds: „Gebt der Gemeinschaft, in der ihr lebt, etwas von dem zurück, was sie euch gibt“ - im Original: „We have an obligation to give something back to the community that gives so much to us.“ „Kinder sind unsere Zukunft, man muss etwas tun, nicht nur reden, sondern die Ärmel hochkrempeln“, sagt der gebürtige Krefelder, der sich von „im wahrsten Sinne des Wortes ganz unten nach ganz oben“ gearbeitet hat, wie er in Anspielung auf seine Bergmannslehre 1955 bis 1958 schmunzelnd sagt, bei der er unter Tage arbeitete. Nach acht Jahren Bundeswehr schloss er die Hotelfachschule erfolgreich ab, war für die Wiener-Wald-Kette tätig. 1971 entschied er sich, für McDonalds zu arbeiten: „Damals gab es gerade zwei Läden in Deutschland.“ Er baute Filialen im norddeutschen Raum auf, war ab 1981 Lizenznehmer und entschied sich bei der Wahl zwischen Neumünster und Essen für die Schwalestadt – „Gott sei Dank“, wie er heute feststellt – denn: „Ich fühle mich hier in Neumünster sauwohl.“ Als er 2007 in Rente ging, hatte er 150 Mitarbeiter in drei Filialen – und viele dieser Mitarbeiter sind ihm immer noch treu verbunden. „Ich habe auch heute noch nach wie vor ein gutes Verhältnis zu meinen ehemaligen Mitarbeitern“, betont Schrinner. Diese helfen beim Turmkonzert, reichen als Engel und Weihnachtsmann Stollen oder helfen beim Spendensammeln. Den Erlös rundete Schrinner in den vergangenen Jahren immer großzügig aus eigener Tasche auf, will das aber gar nicht auf die Goldwaage legen: „Selbstbeweihräucherung ist nicht mein Ding“, sagte er spontan, als er vom Courier zum „Mensch des Jahres“-Kandidaten gekürt wurde.

Eines ist ihm ganz wichtig: „Ich muss den Neumünsteranern, den Geschäftsleuten, Freunden und ehemaligen Mitarbeitern ein großes Lob aussprechen. Ohne ihre Unterstützung wäre das, was ich für Kinder erreicht habe, nicht möglich gewesen.“ Er zieht Bilanz: Von 2008 bis 2013 kamen 41 000 Euro allein an Spenden für die Kindertafel zusammen. Ihm ist wichtig, etwas für die Stadt zu tun; als AGI-Vorsitzende initiierte er diverse Aktionen, Konzerte und Veranstaltungen.

Seine Verdienste wurden mehrfach gewürdigt Er wurde 2005 mit der Caspar-von-Saldern-Medaille der Stadt Neumünster ausgezeichnet. Die Gemeinschaft „Neumünster singt und spielt“ verlieh ihm den Goldenen Notenschlüssel.

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