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Holsteinischer Courier

19. August 2017 | 21:01 Uhr

Mit dem Rollator den Alltag meistern

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das Museum Tuch + Technik, die Fachschule für Motopädagogik, der KSV und das Seniorenbüro organisieren einen Aktionstag am 24. September

Wie man gerade in der Stadt mit dem Rollator jede Hürde nehmen kann, erfahren Interessierte am Donnerstag, 24. September, im Museum Tuch + Technik. „Kultur trifft Bewegung“ lautet das Motto, unter dem das Museum, die Fachschule für Motopädagogik, der Kreissportverband (KSV) und das Seniorenbüro der Stadt zum Aktionstag einladen.

„Wir wollen den Rollator raus aus der ‘kranken’ Ecke holen“, sagt Cornelia Schlick von der Fachschule. „Wir leben in einer alternden Gesellschaft und Mobilität wird immer wichtiger. Ein Rollator verhilft zur Selbstständigkeit und zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben“, erklärte sie die Bedeutung des zunehmend beliebteren Alltagshelfers. „Die meisten Rollatoren sind allerdings falsch eingestellt, dann gibt es Rückenschmerzen“, stellt Michael Lindner vom KSV fest. Daher werden beim Aktionstag Beratungen rund um den Rollator angeboten, es kann ein Rollatorführerschein absolviert werden, und sogar problemloses Busfahren kann vor Ort geübt werden. Dafür stellen die Stadtwerke kostenfrei einen Bus direkt beim Museum Tuch + Technik auf dem Kleinflecken zur Verfügung. Bewegungsideen mit Textilien bietet das Museum Tuch + Technik an. Karin Ruhmöller, stellvertretende Leiterin des Museums erklärt: „Durch bestimmte Bewegungen wie Wäsche strecken werden Erinnerungen aktiviert. Das macht es für uns als Museum interessant.“

„Der Schritt zum Rollator ist eine Überwindung“, kann Christiane Johannsen vom Seniorenbüro berichten. Wer als Nutzer oder Angehöriger diese Schwelle überwinden möchte, kann sich telefonisch im Seniorenbüro unter 94 224 52 anmelden. Für einen Kostenbeitrag von 2 Euro sind alle Angebote nutzbar, Kaffee und Kuchen stehen bereit und bei Bedarf wird ohne Aufschlag ein Fahrdienst organisiert.

Der Aktionstag ist einer von drei geplanten größeren Aktionen, welche die Fachschule für Motopädagogik im Rahmen eines Jahresprojekts anbietet. Das Projekt rund um den Rollator wurde mit 10 000 Euro von der Robert-Bosch-Stiftung gefördert.

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