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Holsteinischer Courier

22. August 2017 | 07:12 Uhr

Strassenkataster : Mit Adleraugen durch Wasbek

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Straßendaten werden im Auftrag der Gemeinde erfasst. Zehn Kameras sind zeitgleich im Einsatz

Das orange-silberne Messfahrzeug mit Kameras auf dem Dach wird vielen Wasbekern aufgefallen sein. Das technisch hochwertig ausgestattete Auto fuhr durch die Gemeinde, um die Straßenzustände aufzunehmen und optisch zu erfassen. Die Daten der exakten Dokumentation der Straßenschäden dienen der Kommune als Grundlage für ein modernes Erhaltungsmanagement. So können die Gemeindevertreter den Unterhalt der Straßen in der Gemeinde Wasbek künftig ganz gezielt planen.

„Künftig können die verantwortlichen Mitarbeiter die Straßenerhaltung im Überblick planen und bei Bedarf jeden Straßenabschnitt und das dokumentierte Straßeninventar direkt am Rechner in Augenschein nehmen. Das spart Zeit und Geld für Begutachtungen vor Ort und macht unsere Arbeit noch deutlich effektiver“, betont Carsten Wiele, Geschäftsführer der W²-Ingenieurgesellschaft aus Hohenwestedt, die das Straßenkataster und das Sanierungskonzept anhand der Daten erstellen wird.

Das Spezial-Fahrzeug zur Erfassung der Daten gehört dem Berliner Technologieanbieters „eagle eye technologies“. Und wirklich geschieht die Aufnahme der Daten mit Adleraugen: Die Fahrzeuge sind mit speziellen Sensoren ausgestattet, mit deren Hilfe die Straßenflächen während der Fahrt erfasst werden. Zehn Kameras erfassen gleichzeitig den Straßenraum und nehmen die Verkehrsanlagen in der Gemeinde auf. Erstmals ist damit eine realitätsgetreue Abbildung von Straßen- und Straßenzuständen möglich.

Die Datenaufnahme dauerte in Wasbek nur einen Tag und liefert sehr genaue Informationen und ist für Wasbek bereits abgeschlossen. Im Ergebnis erhält die Gemeinde Wasbek exakte Zustände aller Straßenflächen. „65 Kilometer an Straßen innerorts sind aufgenommen worden. Dabei ging es nicht nur um Schäden, sondern auch um die Vermessung“, sagt Wasbeks Bürgermeister Karl-Heinz Rohloff (CDU).

„Wir waren bestrebt, die Erfassung so zu organisieren, dass der Verkehr in Wasbek möglichst wenig belastet wird“, führt Wiele aus. „Gleichzeitig legen wir natürlich großen Wert auf eine sehr hohe Datenqualität, denn nur so können wir die Ergebnisse später wirklich vielseitig nutzbringend verwenden.“

Die gewonnenen Daten werden in das örtliche Geoinformationssystem einfließen. Dort bilden sie die Grundlage für die Fortführung des Straßenkatasters und die Einführung eines modernen Erhaltungsmanagements.

Die Wasbeker sind nun sehr gespannt auf die neu gewonnenen Daten. Nach Meinung von Karl-Heinz Rohloff müsste daraus auf jeden Fall ein Sanierungsbedarf für die Lindenstraße hervorgehen.

 

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erstellt am 30.Aug.2013 | 11:45 Uhr

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