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Ministerpräsident bestaunte Ideen aus Trappenkamp

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erstellt am 07.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Trappenkamp | Erst im Frühjahr 2012 hatte Staatssekretärin Dr. Cordelia Andreßen dem Trappenkamper Unternehmen Sea & Sun eine Förderung von 321 000 Euro für die Erforschung neuer Kreislaufsysteme und Algenprodukte überreicht. Gestern hatte das Unternehmen hohen Besuch. Auf seiner Sommertour kehrte Ministerpräsident Torsten Albig bei Sea & Sun ein und ließ sich genau erklären, was hinter der Erfolgsgeschichte des Trappenkamper Unternehmens steht.

Aus den anfangs acht Mitarbeitern im Jahr 1998 und 38 Mitarbeitern im vergangenen Jahr sind inzwischen 45 geworden. Und es gab mittlerweile viele neue Ideen, bei der die Firma auf aktuelle Technik setzt, erfuhr der Politiker bei seinem Rundgang. Dazu gehören leistungsstarke Messsysteme für die Meeresforschung oder die Datenübertragung auf 3-D-Videosysteme für die Forschung. Aktuell stehen autonome Messsysteme, wie etwa ein pinguinförmiger und ein rochenförmige Roboter, im Blick des Unternehmens. Schon bald könnten die wie ihre Vorbilder aus der Natur aussehenden Schöpfungen mit Technik aus Trappenkamper Systemen ausgestattet die Meere durchstreifen oder chinesische Flusssysteme untersuchen, erfuhr Albig.

Und dann gab es gestern noch eine Lehrstunde zum Thema Algen. Wenn es in den Wasserröhren, den Algenbecken und Sonderkulturbehältern blubbert, trübes grünes Wasser in den Produktionsbehältern zirkuliert und sich millionenfach Mikroalgen vermehren, ist Heinz Schelwat von Sea & Sun Organic hin und weg. "Algen sind einfach kleine Wunderwerke der Natur und stecken voller Überraschungen. Eines unserer Ziele ist die Entwicklung kompletter Systeme für die Algenzucht, die so etwa auch in Gartenbaubetrieben als Standbein der Zukunft laufen könnten", erklärte Schelwat. Ganz nach dem Motto: Algen statt Primeln.

"Ich wollte die Menschen hinter den Ideen kennenlernen", meinte Torsten Albig zu seinem Abstecher nach Trappenkamp. Die Wirklichkeit in einem alten Gewächshaus sei viel spannender, als die Hochglanzprospekte für die Werbung.

"Schleswig-Holstein ist nicht zu klein für große Ideen und auch nicht zu arm an Begeisterung. Das sieht man auch hier in Trappenkamp", sagte Schleswig-Holsteins Landesvater.

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