Internationaler Tag „Nein zu Gewalt an Frauen“ : Ministerin verteilte Brötchentüten

Sozialministerin Kristin Alheit (von links) überreichte Heide Marquardt aus der Innenstadt eine Brötchentüte, mit dabei waren auch Lars Heimann (Betriebsleiter Bäckerei Justizvollzugsanstalt), Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger und Landesinnungsmeisterin der Bäcker, Maren Andresen.
1 von 2
Sozialministerin Kristin Alheit (von links) überreichte Heide Marquardt aus der Innenstadt eine Brötchentüte, mit dabei waren auch Lars Heimann (Betriebsleiter Bäckerei Justizvollzugsanstalt), Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger und Landesinnungsmeisterin der Bäcker, Maren Andresen.

Kristin Alheit beteiligte sich gestern am Abschluss der Aktion gegen häusliche Gewalt / Landesweit wurden 360 000 Tüten ausgegeben

von
26. November 2016, 13:00 Uhr

Neumünster | Fast jeden zweiten Tag rückt die Polizei in Neumünster zu Einsätzen aus, bei denen vor allem Frauen, aber auch Männer oder Kinder in den eigenen vier Wänden geschlagen, getreten oder auf andere Weise gedemütigt werden – alleine 155 Mal schon in diesem Jahr (der Courier berichtete). Zum Abschluss der 13. landesweiten Aktion gegen häusliche Gewalt verteilte gestern, am Internationalen Tag „Nein zu Gewalt an Frauen“, Schleswig-Holsteins Sozialministerin Kristin Alheit (SPD) als Schirmherrin vor der Marktpassage Brötchentüten mit dem Aufdruck „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ an Passanten. Darauf zu sehen ist auch die Nummer des Hilfe-Telefons.

„Häusliche Gewalt ist vollkommen inakzeptabel. Um Betroffenen Schutz, Hilfe und Unterstützung zu gewähren, steht in Schleswig-Holstein ein dichtes Netz an Fraueneinrichtungen und funktionierenden Hilfe-Netzwerken bereit“, sagte die Ministerin. Für Neumünsters SPD-Landtagsabgeordnete Kirsten Eickhoff-Weber reicht das aber noch nicht aus: „Wir brauchen mehr präventive Anlaufstellen in der Stadt, damit die Gewalt abnimmt“, sagte sie.

Landesweit wurden während der Aktion 360  000 Brötchentüten mit dem Aufdruck ausgegeben sowie 20  000 gespendete Brötchen von den über 60 teilnehmenden Bäckereien. Landesinnungsmeisterin Maren Andresen erklärte, das Thema sei immer noch in der breiten Öffentlichkeit ein Tabu. „Gerne unterstützen wir daher auch in diesem Jahr die Aktion.“ Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger machte deutlich: „Gewalt ist keine Möglichkeit der Auseinandersetzung.“

zur Startseite
Karte

Kommentare

Leserkommentare anzeigen