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Film über Flüchtlinge : Ministerin Schwesig nahm sich viel Zeit für Holstenschüler

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Schüler waren bei der Preisverleihung in Berlin.

Neumünster | Einen denkwürdigen Tag erlebten vier Holstenschüler, zehn Flüchtlinge und die Lehrerin Quinka Stoehr bei der „Mixed-up“-Preisverleihung für ihr Filmprojekt „Koffer packen – Tschamedan“ in Berlin. Jugendministerin Manuela Schwesig nahm sich viel Zeit für ein Gespräch mit den Jugendlichen und wich von ihrem Manuskript ab, um das „wichtige und überzeugende Koffer-Projekt“ zu würdigen.

Das Projekt sei förderungswürdig, weil es die Probleme von Flüchtlingen so unmittelbar erfahrbar mache, so Schwesig. Erwachsene könnten sich ein Beispiel nehmen an den Jugendlichen. Holstenschüler hatten eine Woche lang mit Flüchtlingen einen Film gedreht, in dem sie Hoffnungen und Gedanken der Flüchtlinge zeigten, aber auch ihre Unsicherheit und die gegenseitige Annäherung (der Courier berichtete).

Davon erzählte die Schülerin Natascha Keller: Zunächst sei die Klasse skeptisch gewesen, aber sie und ihre Mitschüler würden das Thema Flucht und Vertreibung jetzt mit anderen Augen sehen. „Die Flüchtlinge haben uns beschenkt mit ihrer Geschichte und Offenheit. Sie erzählten mir von Dingen, von denen ich vorher nichts wusste“, sagte Schüler Eren Kurtulus. Zu Wort kam auch Masood Joyenda (23) aus Afghanistan, der betonte, wie herzlich sie von den Schülern willkommen geheißen wurden. Er habe sich mit seiner Geschichte, der Fluchterfahrung und dem Schmerz, die Familie verlassen zu haben, wahrgenommen gefühlt, sagte Masood. Die Ministerin bat ihn, auf seiner Flöte zu spielen. Als die traurige Hirtenweise erklang, war es sehr still; die Ministerin war beeindruckt. „Das war mein schönster Tag in Deutschland, ich bin überwältigt“, sagte Masood.

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erstellt am 09.Sep.2014 | 15:00 Uhr

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