Vandalismus : Minigolf-Platz ist ein Schandfleck

Hier haben Vandalen gehaust: Das Holzgatter ist eingetreten und niedergerissen worden. Im Hintergrund sieht man den Kiosk des Minigolfplatzes am Jugendspielplatz.
1 von 3
Hier haben Vandalen gehaust: Das Holzgatter ist eingetreten und niedergerissen worden. Im Hintergrund sieht man den Kiosk des Minigolfplatzes am Jugendspielplatz.

Holzgatter wurden eingetreten, eine Gittertür herausgerissen / Anlage sieht vernachlässigt aus

shz.de von
08. März 2016, 09:30 Uhr

Neumünster | Passanten gehen kopfschüttelnd vorbei und sind entsetzt: Der einst schöne Minigolf-Platz am Jugendspielplatz bietet ein Bild der Verwüstung und der Vernachlässigung. Die Anlage wirkt ungepflegt – anscheinend schon seit Längerem – und Vandalen haben ebenfalls sichtlich hier gehaust. Der Eigentümer Michael Lensch aus dem Kreis Bad Segeberg fiel gestern aus allen Wolken, als er das vom Courier erfuhr.

„Wie kann das angehen, das ist ja ein Schandfleck“, regte sich gestern ein älterer Spaziergänger auf dem Jugendspielplatz auf, der vorbeiging. Er schaute auf die eingetretenen Holzgatter: „Das geht doch so nicht.“ Außerdem zeigte der 76-Jährige auf eine Lücke im Stahlgitterzaun: „Dort haben sie die Tür herausgerissen und gestohlen.“ Damit ist der Zugang zum Gelände frei.

Aber die Anlage sieht auch vernachlässigt aus: Es liegen Müllhaufen und kaputte Bahnen herum. Auf den Bahnen liegt eine Schicht vermoderndes Laub. Die Steinwege zwischen den Bahnen sind modrig grün. Der Eigentümer Michael Lensch war gestern geschockt. Er selbst hat den Platz seit Sommer 2015 nicht gesehen, den er von Heidi und Helge Neubauer 2012 gekauft hat, die die Anlage sehr gepflegt jahrelang betrieben. „Vom Vandalismus höre ich heute zum ersten Mal, der Sache werde ich nachgehen, das geht gar nicht. Ich bin auch verwundert über den Zustand der Anlage, wie es mir jetzt beschrieben wird“, sagt Lensch. Er werde sich zügig vor Ort umsehen und umgehend mit dem Pächter Kontakt aufnehmen.

Auf jeden Fall ist das Ganze noch nicht aktenkundig: „Wenn Gefahr für die Öffentlichkeit besteht wie bei einstürzenden Häusern, dann kann die Bauaufsicht vom Eigentümer Sicherungsmaßnahmen verlangen“, erklärte Stadtsprecher Stephan Beitz das übliche Prozedere. Auch bei der Polizei liege keine Anzeige wegen Einbruchs vor, sagte Polizeisprecher Sönke Hinrichs.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen