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Slotcar-Rennen : Mini-Flitzer kamen ganz groß raus

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Rasante Autorennen im Maßstab 1:24: Das Finale der Norddeutschen DSC Meisterschaft begeisterte Fahrer und Fans.

Neumünster | „Slotcar-Racing? Das sind erwachsene Männer, die mit kleinen Autos im Kreis fahren.“ Im Wesentlichen sei damit alles über ein Slotcar-Rennen gesagt, meinte Martin Behrendt vom Slotracingclub Northland mit einem Augenzwinkern. Ganz so einfach stellt es sich dann aber doch nicht dar. Zumindest nicht, wenn es sich um das Finale der Norddeutschen DSC (Deutsche Slot Classics) Meisterschaft handelt.

34 Starter waren am Sonnabend ins Northland Racecenter gekommen, um sich mit ihren Konkurrenten aus ganz Norddeutschland zu messen und im besten Fall die Meisterschaft für sich zu entscheiden. Im Gepäck eines jeden Teilnehmers: maßstabsgetreue Nachbildungen von Rennwagen, die bis 1975 in einem offiziellen Rennen gestartet sind – und jede Menge Werkzeug.

Davon kann ein guter Fahrer nie genug haben. Schließlich müssen die im Maßstab 1: 24 selbstgebauten Slotcars auf die jeweilige Bahn angepasst werden und nach einem Crash sind schnelle Reparaturen gefragt.

Und so konnte man am Sonnabend nicht nur die Fahrkünste der Teilnehmer bewundern, auch abseits der 36 Meter langen Holzbahn staunten Besucher über die detailgetreuen Nachbauten und die hohe Fingerfertigkeit ihrer Besitzer.

„Fantastisch“, urteilte Dr. Rainer Bouss. Er war mit seinen beiden Kindern zum Slotcar-Rennen gekommen. Während die fünfjährige Mirjam und ihr zwei Jahre älterer Bruder Jonah sich im Nebenraum als Rennfahrer auf der sechsspurigen Carrerabahn versuchten, kam ihr Vater aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. „Selbst die Platzierung der Nummernschilder auf den kleinen Autos entspricht denen ihrer großen Vorbilder“, begeisterte sich Bouss und hätte fast den spannenden Endlauf verpasst: Zwischen den ersten drei der Rangliste, Christian Thilo-Zuch (Berlin), Kay Reinhardt (Delmenhorst) und Torsten Meyer (Delmenhorst) gab es eine Differenz von lediglich fünf Punkten.

Nach dem Lauf der Klasse 1 waren Meyer und Reinhardt dann sogar punktgleich. Zum alles entscheidenden Showdown kam es nun in Klasse 2, dem letzten Lauf des Tages. Meyer – in der Klasse 1 noch sehr nervös mit zwei Crashs in der ersten Runde – fuhr in der Klasse 2 souverän. Reinhardt fuhr ebenfalls rasend schnell, konnte aber keine Punkte mehr gutmachen. Der Berliner Thilo-Zuch kämpfte bis zur Schlussminute, musste dem erfahrenen Torsten Meyer aber mit einer Runde Vorsprung den Sieg des Rennens und somit die Nordmeisterschaft überlassen. Dritter Norddeutscher Meister im Slotcar-Rennen 2015 wurde Kay Reinhardt.

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erstellt am 24.Mär.2015 | 17:00 Uhr

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