zur Navigation springen
Holsteinischer Courier

20. Oktober 2017 | 20:48 Uhr

Sanierung : Millionenschaden an der Werkhalle

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Bauverwaltung rechnet mit Sanierungskosten von 1,3 Millionen Euro. Die CDU zeigt sich geschockt

von
erstellt am 05.Apr.2016 | 07:45 Uhr

Neumünster | Es ist nur eine kurze Mitteilung auf zwei DIN-A-4-Seiten, aber die hat es in sich: Auf rund 1,3 Millionen Euro rechnet die Stadt die Kosten für die Sanierung der Werkhalle am Meßtorffweg vor. Nach Einschätzung von der Stadt beauftragter Statiker weist das 1952 als Maschinenhalle erbaute Gebäude inzwischen schwere Schäden vor allem an der Dachkonstruktion auf. Die Ingenieure halten eine Sanierung innerhalb der nächsten vier bis fünf Jahre für geboten. Bis dahin müssten strenge Auflagen erfüllt werden. So müsste das Dach im Winter etwa bereits ab einer Schneehöhe von 10 Zentimetern, in einigen Bereichen ab 15 Zentimetern, geräumt werden, um die Stabilität der Halle zu gewährleisten. Bei einer Schneehöhe von 15 Zentimetern wären auf etwa 480 Quadratmetern Schnee per Hand von den Dächern zu räumen. „Da dies zeitnah kaum möglich ist, wird das Gebäude bei stärkerem Schneefall gesperrt“, heißt es lapidar in der Mitteilung, die am 21. April im Bauausschuss auf den Tisch kommt.

In der CDU-Fraktion sorgt die schlechte Nachricht bereits jetzt für blanke Empörung. „Die Mitteilung ist ein Hammer“, entrüstete sich gestern ungewöhnlich deutlich etwa Ratsfrau Helga Bühse, baupolitische Sprecherin ihrer Fraktion und Mitglied im Bauausschuss. Schon seit 2014 und 2015 sei der Verwaltung der umfangreiche Sanierungsbedarf bekannt, aber der Ausschuss erfahre erst jetzt davon, erbost sich Bühse und kündigte eine Kleine Anfrage zu den Hintergründen für die nächste Ratsversammlung an. Dabei soll es auch um die Sanierungskosten gehen, die bis dato noch gar nicht beziffert sind, und welche Rolle der Denkmalschutz bei der Sanierung spielen könnte. Bereits im Bauausschuss will ihre Fraktion das Thema zu einem ordentlichen Tagesordnungspunkt machen, um das Thema öffentlich diskutieren zu können. Auch CDU-Fraktionschef Gerd Kühl grummelte: „Es bleibt ein ungutes Gefühl, was sonst noch alles bis zu den Haushaltsberatungen auf uns zukommt!“

Die Werkhalle am Meßtorffweg wird unter anderem als Ausstellungslager für das Textilmuseum und als Veranstaltungsort für den Kunstflecken genutzt. Im südwestlichen Flügel ist die Studio-Bühne der Niederdeutschen Bühne Neumünster (NBN) zuhause.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen