Kostspielige Bauarbeiten : Millionen für Sanierungen

Allein das Gesundheitsamt am Meßtorffweg soll für rund 1,2 Millionen Euro generalüberholt werden.
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Allein das Gesundheitsamt am Meßtorffweg soll für rund 1,2 Millionen Euro generalüberholt werden.

Der Bauausschuss gibt Mittel für Straßen und Gebäude frei.

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06. Juli 2015, 06:30 Uhr

Neumünster | Neumünsters Verwaltungsgebäude kommen in die Jahre. Die Stadt muss tief in die Tasche greifen. Allein für die Sanierung des Gesundheitsamtes am Meßtorffweg will die Stadt in den nächsten zwei Jahren rund 1,2 Millionen Euro ausgeben. In dem 1899 als städtisches Krankenhaus errichteten und heute unter Denkmalschutz stehenden Bau muss die komplette Haustechnik ersetzt werden. Zugleich sollen die Untersuchungs- und Laborräume den heutigen Hygiene- und Medizinstandards angepasst werden.

Für das Sanierungsvorhaben gab der Bauausschuss für das laufende und die nächsten beiden Jahre jeweils rund 400 000 Euro frei. Nach den neuen Regeln der Selbstverwaltung sollen die Ausschüsse größere Investitionen über 500 000 Euro jeweils gesondert beschließen, auch wenn sie im Haushalt bereits berücksichtigt wurden.

Auch die anstehende Sanierung der Elly-HeussKnapp-Schule fällt in diese Kategorie: Rund eine Million Euro sollen in den Ersatz von Fenstern und die energetische Sanierung des Gebäudes fließen. Die Runderneuerung ist Fachleuten zufolge dringend geboten, um der Schimmelbildung im Gebäude vorzubeugen. Auch die Gesundheitsbehörden mahnen die Sanierung dringend an. Die Zustimmung zur dieser Maßnahme war im Ausschuss kein Selbstläufer. Die SPD stimmte nur versehentlich zu: Sie hätte sich eine Beratung zunächst im Schulausschuss gewünscht (der Courier berichtete).

Grünes Licht gab es auch für zwei größere Straßensanierungen: Für rund 650 000 Euro sollen die Friedrich-Wöhler-Straße vom Stoverweg bis Roschdohler Weg und der Roschdohler Weg zwischen Christiansweg bis Krückenkrug erneuert werden. Das Land stellt für die rund 1500 Meter Straßenbau rund 235 000 Euro Förderung in Aussicht. Um die Förderung zu erhalten, muss die Stadt die Straßenreparatur allerdings noch in diesem Jahr anpacken.

Analoges gilt für die Reparatur der Lindenstraße. Für rund 260 000 Euro soll die Straße auf rund 500 Metern zwischen Julius-Brecht-Straße und Grüner Weg erneuert werden (der Courier berichtete). Der Bau soll auch deshalb noch in diesem Jahr abgewickelt werden, „weil im kommenden Jahr die Altonaer Straße dran ist und Lindenstraße und Wittorfer Straße dann als wichtige Umleitungsstrecke benötigt werden“, wie Bauamtschef Ralf-Joseph Schnittker erläuterte. Franka Dannheiser (SPD) kritisierte genau das: „Erst reparieren und dann den Schwerlastverkehr darüber leiten, das macht doch keinen Sinn“, mahnte die Ratsfrau. Sie plädierte dafür, die Erneuerung der Lindenstraße erst nach Abschluss der Arbeiten auf der Altonaer Straße in Angriff zu nehmen, fand dafür aber keine Mehrheit.

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